25.11.2018, 10:07 Uhr

Flüchtiger kommt nicht weit Verkehrszeichen demoliert – verlorenes Kennzeichen verriet Unfallfahrer

(Foto: annavaczi/123RF)(Foto: annavaczi/123RF)

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 24. auf 25. November, sichtete eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Hof ein demoliertes Verkehrszeichen und mehrere Leitpfosten auf der Fahrbahn in der Abfahrt der Anschlussstelle Münchberg-Nord liegend. Der Verursacher konnte zunächst nicht ausgemacht werden.

A9/MÜNCHBERG Die Beamten fanden beim Wegräumen der Teile jedoch auch ein amtliches Kennzeichen und machten sich sogleich auf die Suche nach dem zugehörigen Hyundai mit deutscher Zulassung. Schon auf der Anfahrt zum unweit gelegenen Autohof stellten die Gendarmen diesen dann auf dem parallel zur Staatsstraße verlaufenden Radweg fest. Ein jüngerer Mann stand daneben und versuchte, anhand eines Pannensets Luft in das drucklose Vorderrad zu füllen. Vom Unfall wollte er trotz erheblich beschädigter Frontpartie seines Fahrzeugs und des an der Unfallstelle aufgefundenen Kennzeichens nichts wissen. Die starke Fahne des Hyundaifahrers blieb den feinen Polizeinasen natürlich nicht verborgen. Einen Vortest am Handalkomat lehnte er ab. Kurzerhand ordneten die Gesetzeshüter eine Blutentnahme im Krankenhaus an und beschlagnahmten den Führerschein. Der verunfallte Pkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Den Schaden am koreanischen Auto schätzt die Polizei auf circa 3.000 Euro, an den Einrichtungen der Autobahnmeisterei auf circa 2.000 Euro. Die Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge Alkoholeinflusses und der Unfallflucht laufen nun.


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