15.11.2018, 16:57 Uhr

Als Enkelin ausgegeben Miese Masche – Betrügerin wollte Senior abzocken

(Foto: mx)(Foto: mx)

Am Mittwochmittag, 14. November, klingelte bei einem Senior in Mantel das Telefon und eine weibliche Stimme gab vor, die Enkelin des Angerufenen zu sein, und bat um finanzielle Unterstützung. Dieser allerdings erkannte die Betrugsmasche, gab keine Daten Preis und beendete das Gespräch.

MANTEL/LANDKREIS NEUSTADT AN DER WALDNAAB Eine Betrügerin versuchte gegen 12 Uhr, bei einem Senior in Mantel ein Verwandtschaftsverhältnis vorzugaukeln. Im Verlauf des Gespräches forderte die Frauenstimme auch finanzielle Hilfe für den Erwerb einer Immobilie.

Der aufmerksame Senior war allerdings über die als „Enkeltrick“ bekannte Betrugsmasche informiert und reagierte vorbildlich. Er verweigerte Auskünfte zu den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen und teilte der Anruferin mit, dass es keine Unterstützung geben wird. Anschließend wandte sich der Senior folgerichtig umgehend an die Polizei. Die Kriminalpolizei Weiden übernahm die Sachbearbeitung und leitete Ermittlungen hinsichtlich der Anruferin ein.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor betrügerischen Anrufen. Kriminelle versuchen immer wieder, insbesondere an Geld oder Wertgegenstände von betagten Menschen zu gelangen. Dazu erfolgt häufig eine erste Kontaktaufnahme per Telefon. Nicht selten erhalten die Opfer dabei eine Vielzahl an Anrufen. Ziel ist dabei, ein Vertrauensverhältnis zu schaffen oder aber Handlungsdruck zu erzeugen. Auch wenn bereits sehr viele lebensältere Bürgerinnen und Bürger Kenntnis von diesen kriminellen Machenschaften haben, gelingt es den Betrügern immer wieder, Geld oder Schmuck zu erbeuten. Der Schlüssel zum Erfolg, nicht Opfer zu werden, liegt für die Angerufenen im Wissensvorsprung. Daher sind insbesondere Angehörige aufgefordert, ihre Eltern oder Großeltern über betrügerische Anrufe zu informieren und sich diesen als Kontakt- und Vertrauensperson zur Verfügung zu stellen. Seniorinnen und Senioren müssen wissen, dass gerade in Fällen, in denen Anrufer um Verschwiegenheit bitten oder Druck aufgebaut wird, besondere Vorsicht geboten ist.

Personen, die derartige Anrufe erhalten, sind aufgefordert, sich umgehend, auch über den Notruf 110, mit der Polizei in Verbindung zu setzen.


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