26.10.2018, 11:04 Uhr

Schwieriges Übungsszenario Großangelegte Einsatzübung – vermisste Personen im Müllkraftwerk


„Brennendes Restproduktsilo – starke Rauchentwicklung im Außenbunker – mehrere vermisste Personen im Aschenkeller!“ Ein Einsatzbefehl, wie man ihn sich bei den Rettungsorganisationen sicher nicht wünscht ...

SCHWANDORF Und glücklicherweise war es auch nur eine Großübung, in deren Rahmen durchaus fordernde und noch dazu nicht unrealistische Szenarien durchgespielt wurden. Der am Donnerstagabend über Funk bei den im Alarmierungsplan für das Müllkraftwerk Schwandorf eingeplanten Feuerwehren eingehende Einsatzbefehl verlangte den über 80 Einsatzkräften einiges ab. Wie gut, dass schnell klar war, dass es sich dabei auf dem Gelände des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) nur um ein Übungsszenario für die Feuerwehren handelte.

Rund 80 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Büchelkühn, Dachelhofen, Klardorf und Schwandorf sowie der Werkfeuerwehr Nabwerk nahmen an dieser Übung teil und waren in kürzester Zeit nach der Alarmierung über die Integrierte Leitstelle Amberg und durch Anforderung über Digitalfunk vor Ort. Die Aufgabenstellungen der von den Kommandanten der Werkfeuerwehr Manfred Lehmer (ZMS) und Matthias Schwab (Nabaltec) vorbereiteten und geleiteten Einsatzübung lauteten: „Personensuche im Aschenkeller und im Außenbunker, Einspeisung Trockenleitung und Schaumrohreinsatz zum Müllbunker, Durchführung von Schadstoffmessungen und Abschirmen und Kühlen des Öltanklagers gegen Strahlungswärme“. Die notwendigen Maßnahmen der Feuerwehrleute waren ebenso vielfältig wie anstrengend, denn eine angenommene Verpuffung und starke Rauchentwicklung erschwerten in der anbrechenden Dunkelheit die Arbeiten der Einsatzkräfte zusätzlich.

Für die beteiligten Feuerwehrleute waren die gestellten Szenarien keine leichten und alltäglichen Aufgaben. Einsatzleiter und erster Kommandant Matthias Schwab (Nabaltec), zweiter Kommandant Manfred Lehmer (ZMS) und der Schwandorfer Stadtbrandinspektor Helmut Mösbauer zeigten sich nach der Übung mit den gezeigten Leistungen der Feuerwehrler und der guten Kooperation und Koordination der Beteiligten sichtlich zufrieden. Anerkennung für das gute Ineinandergreifen von Werkfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren gab es schließlich auch vom Geschäftsleiter des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf Thomas Knoll. Abgerundet wurde die Einsatzübung mit der Abschlussveranstaltung im neuen Verwaltungsgebäude des ZMS.


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