02.10.2018, 15:02 Uhr

Unter dem Einfluss von Drogen 35-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei

(Foto: chalabala/123RF)(Foto: chalabala/123RF)

Am Montagnachmittag, 1. Oktober, gegen 15.30 Uhr, wollten Beamte der Grenzpolizeiinspektion Selb einen Pkw mit Hofer Zulassung kontrollieren, weil der Verdacht bestand, dass das Fahrzeug nicht ordnungsgemäß zugelassen ist.

SELB/LANDKREIS WUNSIEDEL Das Fahrzeug war mit zwei Personen besetzt. Der Fahrer des Fahrzeugs ignorierte jedoch jegliche Anhaltesignale und ergriff sofort die Flucht in Richtung Selb. Er überfuhr hierbei mit hoher Geschwindigkeit mehrere rote Ampeln und fuhr letztendlich ins Wohngebiet „Kappel“. Da die Flucht in Richtung eines Radweges nicht mehr funktionierte, prallte er Fahrer gegen eine Hauswand. Nun stieg der Mann aus dem Fahrzeug und setzte seine Flucht zu Fuß fort. Obwohl die Beamten der Grenzpolizei Selb ebenfalls zu Fuß die Verfolgung aufnahmen, war der Gesuchte zunächst nicht mehr zu finden. Zwischenzeitlich setzte sich die Beifahrerin ans Steuer und versuchte, sich mit dem Pkw zu entfernen. Dies konnte aber nun durch das Querstellen eines Einsatzfahrzeugs verhindert werden. Auch der ursprüngliche Fahrer konnte von weiteren Beamten im Rahmen der Fahndung festgenommen werden.

Letztlich stellte sich heraus, dass beide Insassen des Fahrzeugs unter dem Einfluss von Drogen standen und die Zulassungsstempel auf den Kennzeichen von anderen Kennzeichen umgeklebt wurden. Der Fahrer, ein 35-jähriger Tscheche, war außerdem nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Die Freundin des Herrn, eine 40-jährige Tschechin mit Wohnsitz in Deutschland, gab zu, die Kennzeichen entsprechend gefälscht zu haben. Die Polizeiinspektion Marktredwitz kümmert sich nun um die Abarbeitung einer ganzen Anzahl von Straftaten gegen das Pärchen. Es handelt sich unter anderem um Straßenverkehrsgefährdung, Fahren unter Drogeneinfluss, Besitz von Drogen, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Herstellung und Gebrauch einer falschen Urkunde etc. Ergänzend ist noch zu erwähnen, dass gegen beide Beteiligten noch Ausschreibungen bestanden, gegen ihn ein nationaler tschechischer Haftbefehl und gegen sie ein deutscher Haftbefehl. Dieser konnte jedoch durch Bezahlung eines Geldbetrages abgewendet werden.

Die Polizeiinspektion Marktredwitz bittet Zeugen, die durch den Flüchtenden während seiner Fahrt gefährdet wurden, sich unter der Telefonnummer 09231/ 9676-0 zu melden.


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