04.08.2018, 21:10 Uhr

Teamgeist und Kameradschaft Jugend der Feuerwehr Maxhütte-Winkerling war beim International Rescue Camp in Finnland dabei

(Foto: Feuerwehr Maxhütte-Winkerling)(Foto: Feuerwehr Maxhütte-Winkerling)

Die Jugend der Feuerwehr Maxhütte-Winkerling besuchte vom 29. Juni bis zum 9. Juli das International Rescue Camp in Lohtaja in Finnland. Hauptgründe für die Fahrt dorthin war die dort angebotene Feuerwehrausbildung zusammen mit der Förderung von Teamgeist und Kameradschaft. Außerdem sollten durch den Austausch mit andern Nationen sowohl Englischkenntnisse verbessert als auch neue Kulturen kennengelernt werden.

MAXHÜTTE-HAIDHOF Organsiert und geplant wurde diese außergewöhnliche Reise vom Jugendwart Tobias Sebast, der auch die Idee dazu hatte. Dieses internationale Camp findet nur alle vier Jahre in Finnland statt und beherbergt dann für eine Woche knapp 3000 Teilnehmer. So machten wir uns mit 13 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und vier Betreuern auf den langen Weg nach Lohtaja an der finnischen Ostseeküste. Die Jugendgruppe aus Maxhütte-Winkerling war eine von zwei Gruppen aus Bayern und hatte die weiteste Anreise aller Camp-Teilnehmer.

Das Abenteuer begann am letzten Freitag im Juni mit einer gut zehnstündigen Autofahrt nach Travemünde. Mit zwei Neunsitzer-Bussen und einem Anhänger dort angekommen, fuhr man auf die Fähre „Finnmaid“,auf der Vierer-Kabinen bezogen wurden . Als das Schiff um 3.30 Uhr Ortszeit ablegte, waren die meisten der Teilnehmer schon in ihre Kojen gefallen und schliefen tief und fest. Aber nach ein paar Stunden Schlaf und einem köstlichen und ausgiebigen Brunch erkundete man das Schiff, und da war schon einiges geboten. Unter anderem Fitnessraum, Sauna, Bar, Live-Musik und Bistros – um nur einiges aufzuzählen. So verbrachte man dann den Tag auf dem Schiff. Und bevor die Gruppe nochmals eine Nacht schlief, gab es ein hervorragendes Abendessen. Am Sonntagmorgen legte gegen 10 Uhr die Fähre dann in Helsinki an und die Teilnehmer konnten nach dem Frühstück von Board. Anschließend hatte man nochmals 550 Kilometer Autofahrt vor sich, bis man um 21 Uhr finnischer Zeit im Camp eintraf. Nun galt es aber noch das Zelt aufzubauen und alles auszuladen. Zunächst war keine Eile geboten, da es ja um diese Zeit im Norden Finnlands nicht dunkel wird. Allerdings begann die Ausbildung ja bereits am nächsten Morgen, weshalb man sich dann doch etwas beeilte, nach der langen Reise ins Feldbett zu kommen.

Im Camp waren auch finnische und russische jugendliche Feuerwehrler vertreten. Es wurden verschiedene Gruppen gebildet und dabei die Feuerwehren und somit auch die Nationen gemischt. Dabei wurden natürlich unsere Englischkenntnisse auf die Prüfung gestellt. Um sich in den Gruppen zu integrieren, wurden anfangs Kennenlernspiele durchgeführt. Am interessantesten waren für den Maxhütter Feuerwehrnachwuchs das Abseilen und die Hydraulik. Hierbei wurde viel Eigeninitiative gefordert. Dazu wurde ausführlich der Gebrauch der Gerätschaften erläutert. Eine weitere Station war die Wasserrettung am nahegelegenen Strand, wobei eine ertrinkende Person zu retten war. Auch die erforderlichen Maschinen konnten ausprobiert und genutzt werden. Die geforderten Teamaufgaben waren spielerisch verpackt und sollten den Gruppenzusammenhalt stärken. Eine Schnitzeljagd im Wald und kleinere Teamspiele ergänzten das Programm.

Aber auch die Freizeit kam natürlich im Camp nicht zu kurz, und so hatte man auch Zeit, neue Leute kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Unteranderem mit einer deutschen Jugendgruppe aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Feuerwehr Hohen Pritz wurde deshalb schon ein Wiedersehen vereinbart. Volleyball am Strand, Tanzkurse, Disco und ein gemütlicher Abend am Lagerfeuer rundeten das Zeltlager ab. „Wir waren uns alle einig, dass man nicht nur die Englischkenntnisse aufbessern konnte, sondern auch die Teamfähigkeit und das Miteinander gestärkt hatte. Viel zu schnell verging diese ereignisreiche Woche und nach 55 Stunden Heimfahrt kamen wir wieder gesund (einer früher der andere später) und mit einer Portion neuen Erfahrungen nach Hause.“ Natürlich ist so eine Reise auch mit vielen Kosten verbunden und hier waren die Stadt Maxhütte-Haidhof, das BUFWFJ, der Feuerwehrverein Maxhütte-Winkerling und verschiedene Firmen und Privatleute behilflich. Auch die Schulen haben ihren Beitrag geleistet, in dem sie durch die Freistellung der Teilnehmer die Reise erst ermöglicht haben. „Hierfür möchten wir natürlich allen ein dickes Dankeschön sagen.“


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