08.07.2018, 21:44 Uhr

Fundort wurde sofort abgesperrt Selbstgebaute Sprengstoffattrappe sorgte für mächtig Aufregung in Weiden

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Mit einem nicht alltäglichen Fall, der für Aufregung sorgte, hatte sich am Freitagabend, 6. Juli, die Polizei in Weiden zu beschäftigen.

WEIDEN Ein amerikanischer Staatsbürger hatte in einer Kfz-Werkstätte in der Conrad-Röntgen-Straße seinen Pkw zum Kundendienst abgegeben. Bei der Überprüfung des Airbags wurde unter der Armlehne der Mittelkonsole ein sprengstoffähnlicher Gegenstand aufgefunden. Die herbeigerufenen Polizeibeamten konnten den Verdacht bestätigen und schlossen nicht aus, dass es sich um ein Sprengstoffpaket handeln könnte. Der Fundort wurde sofort abgesperrt und für Personen unzugänglich gemacht.

Zur Verifizierung und eventuell nötigen Entschärfung des Gegenstandes wurde die technische Sondergruppe (TSG) des bayerischen Landeskriminalamtes verständigt, welche sich unmittelbar zum Auffindeort begab. Eine Untersuchung durch Beamte des TSG ergab, dass es sich um eine selbstgebaute Sprengstoffattrappe für Übungszwecke handelte. Der Inhalt, eine Art plastischer Kunststoff, hatte keinerlei Sprengwirkung. Der Gegenstand wurde sichergestellt. Ermittlungen über die Militärpolizei ergaben, dass der Vorbesitzer des Fahrzeuges US-Soldat war, der einer Einheit angehörte, die mit so genannten Fake-Sprengstoff übte. Dazu wurde der Fake-Sprengstoff in Fahrzeuge verbaut und sollte von den auszubildenden Soldaten bei der Durchsuchung aufgefunden werden. Scheinbar wurde der Gegenstand nie aufgefunden und im Fahrzeug, selbst nach dem Verkauf, vergessen. Es konnte Entwarnung gegeben werden.


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