24.06.2018, 21:42 Uhr

Heftiger Einsatz in Weiden Polizei öffnet Tür mit einer Ramme – 40-Jähriger wird ins Bezirksklinikum eingeliefert

(Foto: chalabala/123RF)(Foto: chalabala/123RF)

Zu einem im Ergebnis recht heftigen Einsatz rückte am Samstag, 23. Juni, gegen 18.30 Uhr, eine Streife der Polizeiinspektion Weiden in die Brenner-Schäffer-Straße aus. Zwei Passantinnen hatten mitgeteilt, dass aus einer Wohnung sehr lautes Geschrei zu hören war. Dem Eindruck nach handelte es sich um einen Streit zwischen einer Frau und einem Mann. Nach einem hörbaren „Schlag“ wäre die Frauenstimme nicht mehr zu hören gewesen.

WEIDEN Die erste eintreffende Streife konnte ebenfalls sehr lautes Schreien in der beschriebenen Wohnung eines amtsbekannten 40-Jährigen feststellen. Auf Klingeln erfolgte nur eine aggressive Ansage durch die Haussprechanlagen, weshalb sich die Beamten von einem Nachbarn die Haustüre öffnen ließen. Auch an der Wohnungstüre selbst kam als Antwort auf eine Ansprache durch die verschlossene Türe nur heftiges Geschrei, ein Öffnen wurde trotz fortgesetztem guten Zuredens vehement verweigert. Außerdem wurde offensichtlich wiederholt äußerst heftig mit einer Metallstange gegen die Türe geschlagen.

Aufgrund des Inhalts der Mitteilung sowie des Verhaltens des Bewohners sahen sich die Beamten veranlasst, eine weitere Streife, sowie eine Ramme anzufordern. Nach mehrfacher, wiederum erfolgloser Ankündigung wurde letztlich die Türe gewaltsam geöffnet. Der 40-Jährige wurde im Wohnzimmer stehend angetroffen, neben sich eine circa 50 Zentimeter lange, massive Eisenstange. Da er sich auch weiterhin aggressiv zeigte und den Aufforderungen der Polizisten keine Folge leistete, wurde er unter Einsatz von Pfefferspray überwältigt und anschließend gefesselt.

Bei der folgenden Absuche der Wohnung konnten keine weiteren Personen festgestellt werden. Der 40-Jährige, der sich ungebrochen aggressiv benahm und sich heftig wehrte, wurde zunächst ins Klinikum Weiden verbracht, wo er allerdings die Behandlung wegen der Wirkungen des Pfeffersprays verweigerte. Abschließend wurde der Mann wegen seiner offensichtlichen psychischen Erkrankung ins Bezirksklinikum Wöllershof eingeliefert. Die ganze Zeit über – bis zur Übergabe an das Klinikpersonal – überzog er ohne nennenswerte Unterbrechung die eingesetzten Rettungskräfte und Polizeibeamten mit wüsten Beleidigungen und Bedrohungen. Ihn erwartet nun unter anderem ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die beschädigte Türe wurde von der Feuerwehr Weiden provisorisch repariert und verschlossen.


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