20.06.2018, 17:26 Uhr

Sicherheitslage 2017 Zahl der Straftaten ging auch im Bereich der Münchberger Polizei zurück

Patrick Knopf, Horst Hör, Markus Hertrich, Günther Bienfang, Max Petzold, Horst Penzel, Rene Seifert, Kitty Weiß und Matthias Münchberger. (Foto: PI Münchberg)Patrick Knopf, Horst Hör, Markus Hertrich, Günther Bienfang, Max Petzold, Horst Penzel, Rene Seifert, Kitty Weiß und Matthias Münchberger. (Foto: PI Münchberg)

Zum schon traditionellen jährlichen Sicherheitsgespräch mit der Dienststellenleitung der Polizeiinspektion Münchberg trafen sich am Montag letzter Woche Kommunalvertreter aus Münchberg, Helmbrechts, Stammbach, Sparneck, Zell und Weißdorf. Im Rahmen der bewährten Veranstaltung tauschten sich die Bürgermeister bzw. deren Vertreter und die Leiter der Ordnungsämter mit der Polizeiführung intensiv über die zurückliegende Sicherheitslage im Schutzbereich der Polizei Münchberg aus.

MÜNCHBERG Dienststellenleiter Horst Hör und sein Stellvertreter Matthias Münchberger reflektierten dabei ausführlich die Kriminal- und Verkehrsstatistik des Jahres 2017. Weiterhin vorzubeugen gilt es bei den Wohnungseinbrüchen, was auch eine Einbruchsserie im Frühjahr 2018 wiederum zeigte. Wenn auch im letzten Jahr nur wenige solcher Delikte aufzunehmen waren, bleibt eine hohe psychische Belastung für die Betroffenen zurück.

Im weiteren Verlauf kam Münchberger auch auf die gestiegene Anzahl an Verkehrsunfällen – unter anderem mit Wildbeteiligung – zu sprechen. 285 Verkehrsunfälle von insgesamt 909 waren dieser Kategorie in 2017 zuzuordnen. Neue Trends auf dem Markt und gesteigertes Freizeitverhalten sind ein weiterer Punkt. So war eine Steigerung der Unfallverursacher von motorisierten und nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern zu verzeichnen. Trauriger Höhepunkt 2017 war der tödliche Verkehrsunfall eines Rennradfahrers in Sparneck.

Gute Zusammenarbeit mit den Kommunen bestätigte Erster Polizeihauptkommissar Horst Hör. So werden im Vorfeld größerer Veranstaltungen regelmäßig sicherheitsrelevante Aspekte mit den Ordnungsämtern besprochen. Insbesondere die Umsetzung des Jugendschutzes, zum Beispiel die Kenntlichmachung der unter 18-Jährigen mit farbigen Armbändern, aber auch der Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten, sei hier genannt. Die beiden Polizeibeamten bescheinigten auch den Veranstaltern ein hohes Verantwortungsbewusstsein in Bezug auf die Einhaltung der Auflagen in den Veranstaltungsbescheiden. Besonders erwähnenswert ist das lediglich 7 Körperverletzungsdelikte auf Veranstaltungen im gesamten Jahr 2017 polizeilich aufgenommen werden mussten.

Darüber hinaus beschäftigt die Flüchtlings- und Asylproblematik auch die Polizei Münchberg immer mehr. 22 geplante Abschiebungen übernahm die Polizei Münchberg 2017, wobei jede Einzelne für beide Parteien, Betroffene und Polizei, ein nicht zu unterschätzender Einsatz ist. Die Polizei sei hier Vollstreckungsbehörde für die zuständigen Ausländerämter so Matthias Münchberger

Vor Ende des Austauschs präsentierte Horst Hör den Teilnehmern die neue ballistische Schutzausstattung, Schutzweste mit 14 Kilo Tragegewicht und Helm, welche nun insbesondere den Beamtinnen und Beamten des Streifendienstes bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen zur Verfügung steht und das Verletzungsrisiko bei Beschuss durch großkalibrige Waffen nahezu verhindert.

Die weiterhin hohe Aufklärungsquote von 70,6 Prozent in Bezug auf die Gesamtstraftaten und der zeitgleiche Rückgang der Gesamtstraftaten allgemein sei erfreulich resümierte Horst Hör. Abschließend bedankte sich die Dienststellenleitung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kommunen und den hervorragenden Kontakt zur Bevölkerung.


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