15.05.2018, 16:11 Uhr

Betrug am Telefon Die Polizei warnt vor falsche Polizeibeamten und angeblichen Microsoft-Mitarbeitern

(Foto: slasny/123RF)(Foto: slasny/123RF)

Am Montagabend kam es im Stadtgebiet und der Gemeinde Kümmersbruck zu gehäuften Meldungen von falschen Polizeibeamten, die unter der Rufnummer 09621/ 110 bei meist älteren Personen anriefen und versuchten, an sensible Daten und Bankverbindungen zu gelangen.

AMBERG Die Betrüger gingen sogar so weit, dass sie sich mit einer „falschen Dienstnummer“ versuchten, sich zu legitimieren, um so das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen. Dann werden die Angerufenen meist mit angeblichen Einbrüchen in ihrem näheren Umfeld konfrontiert und angewiesen, Auskünfte über Bargeld, Schmuck oder auch ihre Bankverbindung zu machen. Lassen sich die Betroffenen darauf ein, werden die falschen Polizeibeamten danach persönlich vorstellig, um das Bargeld und den Schmuck in „sichere“ Verwahrung zu nehmen. Eine weitere „Masche“ ist, dass falsche Polizeibeamte ohne vorherigen Telefonanruf an der Wohnungstüre klingeln und sich nach einem Gespräch in der Wohnung Bargeld und Schmuck zeigen lassen. In einem günstigen Moment stehlen die Täter die Wertgegenstände und verlassen die Wohnung.

Die Polizei informiert: Polizeibeamte werden auf keinen Fall am Telefon nach einer Bankverbindung fragen Polizeibeamte werden auf keinen Fall Schmuck oder Bargeld in „sichere“ Verwahrung nehmen oder es sich in der Wohnung zeigen lassen. Polizeibeamte werden am Telefon niemals eine „Dienstnummer“ nennen, da es keine „Dienstnummern“ bei der bayerischen Polizei gibt. Lassen sie keine fremden Personen in ihre Wohnung. Sollten angeblich zivile Polizeibeamte vor der Tür stehen hegen sie Zweifel, bitten sie um Namen und Dienststelle und fragen dort telefonisch nach

Angebliche Mitarbeiter der Firma Microsoft

In diesem Zusammenhang wird auch vor Anrufen von falschen Mitarbeitern der Firma Microsoft gewarnt. Ein 60-jähriger Amberger fiel aktuell auf einen solchen falschen Mitarbeiter herein, der dem Geschädigten über Störungen am Betriebssystem seines Computers informierte und eine technische Beratung durchführte. Im Verlauf dieser Beratung tätigte der Betrogene mehrere Überweisungen und gab seine Bankverbindung samt TAN-Nummer heraus. Am Ende wurde er um 2.520 Euro betrogen.

Die Polizei informiert: Die Firma Microsoft führt keine telefonischen Beratungen über Systemupdates oder Störungen am Betriebssystem durch - es handelt sich immer um einen Betrugsversuch


0 Kommentare