20.04.2018, 19:06 Uhr

Kurz vor der Grenze nach Tschechien Rumänische Seriendiebe gehen den Schleierfahnder der Polizei Waidhaus ins Netz

(Foto: Polizei)(Foto: Polizei)

Nachdem sieben Kleintransporter im Ortsgebiet Neufahrn aufgebrochen worden waren, konnten am folgenden Morgen zwei Tatverdächtige kurz vor der tschechischen Grenze festgenommen werden. Der Sach- und Diebstahlschaden beläuft sich auf annähernd 20.000 Euro.

WAIDHAUS In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 18. auf 19. April, konnten sie noch knapp der Neufahrner Polizeistreife entwischen, aber am frühen Morgen klickten dann die Handschellen – kurz vor der tschechischen Grenze.

Ein rumänisches Gaunerduo ging in der Nacht auf große Einbruchtour im Ortsgebiet Neufahrn (Landkreis Freising). Insgesamt wurden sieben Kleintransporter aufgebrochen und daraus die dort eingelagerten Werkzeuge entwendet. Wohl bei der letzten Tat wurden sie dann von einer Passantin gestört, die die Polizei verständigte. Die bereits aus diesem Kleintransporter herausgeholten Werkzeugkoffer ließen die Täter kurzerhand zurück und flüchteten, die Koffer wurden anschließend einer Spurensicherung unterzogen. Die eingeleitete Fahndung nach dem flüchtigen Duo und ihrem dunklen Fahrzeug verlief zunächst erfolglos. Im Laufe des Vormittags meldeten sich bei der Polizei Neufahrn schließlich immer mehr Geschädigte, deren Kleintransporter aufgebrochen worden waren.

Noch während der Aufnahmen erreichte die Neufahrner Polizei dann die Mitteilung, dass Schleierfahnder der Polizei Waidhaus kurz vor der Grenze nach Tschechien einen dunklen Opel Zafira mit französischer Zulassung kontrolliert hatten. In diesem konnten zahlreiche Werkzeuge (Bohrmaschinen, Schleifgeräte namhafter Hersteller) festgestellt werden, zu deren Herkunft die beiden Fahrzeuginsassen widersprüchliche Angaben machten. Noch an der Kontrollörtlichkeit wurden die beiden Rumänen (33 und 19 Jahre alt) vorläufig festgenommen und schließlich mitsamt des Diebesgutes, das zwischenzeitlich größtenteils zweifelsfrei den hiesigen Taten zugeordnet werden konnte, der Polizei Neufahrn überstellt.

Da die beiden Täter auch noch gefälschte Fahrzeugdokumente mit sich führten, wird gegen sie wegen Urkundenfälschung ermittelt. Wegen der begangenen Werkzeugdiebstähle werden beide auch am 20. April einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der die Unterbringung in einer Justizvollzugsanstalt anordnete. Der verursachte Sachschaden an den angegangenen Kleintransportern beträgt etwa 1.500 Euro, der Wert des Werkzeugs wird derzeit mit etwa 18.000 Euro angegeben.

Ob Zusammenhänge zu weiteren Taten bestehen, bedarf derzeit noch der weiteren Abklärung durch die Neufahrner Polizei.


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