18.04.2018, 14:26 Uhr

Das Landratsamt informiert zum erweiterten Führungszeugnis für Ehrenamtliche

(Foto: BNP Design Studio/123rf.com)(Foto: BNP Design Studio/123rf.com)

Seit dem 1. Januar 2012 ist das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft. Und damit auch das Gesetz zum Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen. Damit wurde geregelt, dass Ehrenamtliche, die Kinder oder Jugendliche beaufsichtigen, betreuen, erziehen oder ausbilden oder einen vergleichbaren Kontakt haben, ein so genanntes erweitertes Führungszeugnis vorlegen müssen.

LANDKREIS SCHWANDORF Zahlreiche Vereine, Verbände und Jugendgruppen kommen der gesetzlichen Verpflichtung bereits nach und haben im Frühjahr 2013 eine schriftliche Vereinbarung mit dem Kreisjugendamt Schwandorf getroffen. Diese behält weiterhin ihre Gültigkeit. Aber ein wichtiger Bestandteil dieser Vereinbarung ist die Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses im fünfjährigen Turnus. Deshalb steht im Jahr 2018 eine Wiedervorlage an. Das Kreisjugendamt Schwandorf weist in den nächsten Wochen alle betroffenen Vereine schriftlich auf die bestehenden gesetzlichen Regelungen hin.

Der Verfahrensablauf sieht folgendermaßen aus: Die Vorschrift verfolgt das Ziel, einschlägig vorbestrafte Personen von der Wahrnehmung von Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe fernzuhalten bzw. auszuschließen und damit Kindeswohlgefährdungen vorzubeugen. Grundsätzlich müssen neben den Hauptamtlichen auch ehrenamtlich und nebenamtlich Tätige, die bei freien Trägern der Jugendhilfe sowie bei Vereinen Kinder und Jugendliche beaufsichtigen, betreuen, erziehen, ausbilden oder einen vergleichbaren Kontakt haben, ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Die persönliche Antragstellung erfolgt mit einem, vom Verein ausgehändigten Formular. Dieser Antrag ist vollständig ausgefüllt der Meldebehörde der Wohnsitzgemeinde des/der Ehrenamtlichen vorzulegen. Die Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses für Privatpersonen ist für Ehrenamtliche gebührenfrei. Das Führungszeugnis wird dem/der Ehrenamtlichen zugesandt. Der/die Ehrenamtliche ist verpflichtet, das Führungszeugnis oder den Unbedenklichkeitsnachweis umgehend beim Verein vorzulegen. Einen Unbedenklichkeitsnachweis erhält man auf Wunsch unter Vorlage des Führungszeugnisses beim örtlichen Rathaus. Dem Kreisjugendamt Schwandorf ist bewusst, dass die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen hohe, verwaltungsintensive Anforderungen an die Vereine und freien Träger stellt.

Weitere Informationen zum erweiterten Führungszeugnis für Jugendleiterinnen und Jugendleiter sind unter der Telefonnummer 09431/ 471-389 erhältlich.


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