04.04.2018, 11:17 Uhr

Call-ID-Spoofing Angeblicher Angestellter der Rentenversicherung will Seniorin (78) abzocken

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Eine 78-jährige Weidnerin erhielt am Dienstag, 3. April, gegen 12.30 Uhr einen Anruf. Zunächst dachte sie, tatsächlich mit einem Mitarbeiter der Rentenversicherung, als deren Mitarbeiter sich der Anrufer ausgab, zu telefonieren.

WEIDEN Doch je länger der Anruf dauerte, roch die Dame den sich anbahnenden Braten. Sie wurde schließlich von dem „Angestellten der Rentenversicherung“ aufgefordert, ihre vermeintlich ausstehende Schuld via Western Union nach Thailand zu überweisen. Die Dame notierte sich alle ihr übergebenen Daten inklusive der Anrufernummer und verständigte die Polizei. Dort wurde ihr Verdacht bestätigt, dass es sich um einen Betrugsversuch gehandelt hatte. Eine Überprüfung der Telefonnummer ergab, dass es sich tatsächlich um die Telefonnummer der Rentenversicherung gehandelt hatte. Der Unbekannte hatte das Verfahren Call-ID-Spoofing genutzt, bei dem eine beliebige Nummer im Display des Anrufannehmers angezeigt werden kann. Die Weidnerin reagierte geistesgegenwärtig. Sie gab keine ihrer Daten preis, leistete keine Zahlung und notierte sich alle ihr übermittelten Daten.

In diesem Zusammenhang rät die Polizei allen Personen, so zu reagieren, wie es die Weidnerin tat. Geben Sie keine Daten am Telefon preis. Leisten Sie keine Zahlungen, unter anderem über Western Union, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Seien sie misstrauisch gegenüber Personen, die Ihnen am Telefon einreden wollen, Sie hätten noch eine Schuld zu begleichen. Im Zweifelsfall bestehen Sie auf einer schriftlichen Zahlungsaufforderung, verständigen Sie Angehörige oder ihre zuständige Polizeidienststelle.


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