29.03.2018, 14:40 Uhr

Ermittlungserfolg Altmetall-Händler gibt entscheidende Hinweise auf Kupferdiebe

(Foto: Polizei)(Foto: Polizei)

Die Polizeiinspektion Weiden kann zu einem schadensträchtigen Diebstahl von Kupfer in Form einer überdimensionalen Kabeltrommel von rund einer Tonne Gewicht einen Fahndungserfolg vermelden.

WEIDEN Aufgrund eines Zeugenaufrufs meldete sich ein Altmetall-Händler aus dem Landkreis. Dieser war aufgrund des Zeitungsberichts hellhörig geworden. Hatten ihm doch vor wenigen Tagen ein deutscher und zwei bulgarische Männer im Alter von 40 bis 55 Jahren entsprechendes Material zum Kauf angeboten. Der Zeuge konnte detaillierte Angaben zu den „Lieferanten“ machen, wodurch innerhalb kürzester Zeit die Handschellen klickten.

Wie die Ermittlungen der Polizeiinspektion Weiden ergaben, waren die drei Täter als Arbeiter auf der Baustelle eingesetzt und nutzten die „arbeitsfreie Zeit“ für ihre „Nebenbeschäftigung“. Sie legten ein paar „Überstunden“ ein und entwendeten zunächst herkömmlichen Kabelabfall und zerstückelten anschließend das 700 Meter lange Starkstromkabel auf der Trommel. Nach aktuellen Erkenntnissen entwendeten die Kabeldiebe letzte Woche insgesamt 2,5 Tonnen Kabelmaterial, um dies gewinnbringend zu veräußern. Weiterhin stehen die Personen im Verdacht, für weitere ähnlich gelagerte Diebstähle in Frage zu kommen. Von einer einmaligen Kurzschlusshandlung kann also wahrlich nicht ausgegangen werden. Der Gesamtdiebstahlsschadenschaden kann derzeit nur grob geschätzt werden. Es dürfte sich aber um mindestens 15.000 Euro gehandelt haben. Tendenz steigend.

Die Täter wurden auf Antrag der örtlichen Staatsanwaltschaft heute beim Amtsgericht Weiden dem Ermittlungsrichter vorgeführt, Tatvorwurf: bandenmäßiger und gewerbsmäßiger Diebstahl. Ein Ergebnis dieser Vorführung steht derzeit noch aus.


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