04.03.2018, 09:54 Uhr

Zusammenarbeit mit Tschechien Nachfrage beim Gemeinsamen Zentrum brachte die Wahrheit ans Licht

(Foto: Bundespolizei)(Foto: Bundespolizei)

Ein Opel Astra mit Schwandorfer Zulassung geriet am Samstagvormittag, 3. März, auf der nach Tschechien führenden Staatsstraße ins Visier einer Streife der Verkehrspolizeiinspektion Hof. Bei näherer Betrachtung des Kennzeichens fiel auf, dass dieses bereits seit April 2017 abgelaufen war.

SCHWANDORF/HOF Die Anhaltung folgte sogleich. Der Fahrer, ein 45-jähriger Tscheche aus dem benachbarten Asch, konnte zudem keinen Führerschein vorzeigen. Angeblich hätte er diesen zu Hause liegen lassen. Die Beamten schenkten dem Mann jedoch wenig Glauben und kontaktierten das in Schwandorf ansässige Gemeinsame Zentrum der Bayerischen Polizei. Dieses arbeitet eng mit der Polizei der Tschechischen Republik zusammen. Schnell kam so die Nachricht aus dem Nachbarland, dass für den Mann aus Asch dort aktuell ein Fahrverbot besteht. Auch ist der vorstellige Opel in Tschechien aktuell zugelassen. Weswegen er dann die abgelaufenen deutschen Kennzeichen montierte, bleibt fraglich und lässt sich nur vermuten.

Zwischenzeitlich durchsuchten die Beamten das Auto und wurden fündig. In der Ablage der Fahrertür lag griffbereit ein als Taschenlampe getarnter Elektroschocker, den die Polizisten sofort beschlagnahmten. Der Ascher erschien den Beamten zudem sehr nervös, weswegen sie noch einen Drogenvortest durchführten. Dieser reagierte auf den Wirkstoff Amphetamin. Letztlich musste der Tscheche noch eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Die Beamten leiteten die Ermittlungen wegen Urkundenfälschung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss sowie Verstoßes nach dem Waffengesetz, ein.


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