31.12.2017, 23:18 Uhr

Stichflamme Verpuffung in Weiden – Silvester-Fondue endet mit mehreren Schwerverletzten

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Bei einem Silvestermenü in einem Mehrfamilienhaus in Weiden kam es zu einer Verpuffung, bei der vier Menschen verletzt wurden.

WEIDEN Während des gemeinsamen Silvester-Fondue-Essens von sechs Erwachsenen wollte die 53-jährige Gastgeberin am Sonntag, 31. Dezember 2017, den Heizbehälter des Fondues über der Spüle mit Brenn-Spiritus nachfüllen. Sie war davon ausgegangen, dass die Flammen darin vollständig erloschen waren. Nachdem dies offensichtlich nicht der Fall war, kam es zu einer explosionsartigen Verpuffung des Spiritus mit einer großen Stichflamme. Die Frau rannte durch die geschlossene Glastüre der Küche und erlitt dabei Schnittverletzungen im Gesicht. Sie wurde vom Rettungsdienst in ein Klinikum gebracht.

Durch die Stichflamme wurde ihre 50-jährige Schwester, die zu Besuch war und gegenüber auf der Bank in der Küche saß, im Gesicht erheblich verbrannt. Sie kam mit dem Rettungshubschrauber wegen ihren Brandverletzungen ins Klinikum München-Bogenhausen. Weiter wurde ein 22-jähriger Sohn durch die Stichflamme erheblich an Oberkörper, Rücken, Hals und Teilen des Gesichts verletzt. Dieser kam zur Behandlung seiner Brandverletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Nürnberg. Die ebenfalls 22-jährige schwangere Tochter kam vorsorglich ins Klinikum, um Verletzungen auszuschließen. Ein 24-jähriger Sohn sowie ein 36-jähriger Gast, die sich ebenfalls in der Küche aufhielten, blieben unverletzt.

Eine geringe Sachschadenshöhe ist der schnellen Reaktion der Anwesenden zu verdanken. Als die Bank in der Küche zu brennen begann, wurde diese sofort mit Wasser gelöscht. Damit ist nur noch der Sachschaden an der Glastüre zu beziffern. Vor Ort waren mehrere RTW-Besatzungen mit Notärzten sowie die Feuerwehr Weiden.


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