28.12.2017, 12:16 Uhr

Quantensprung für Einsatzkommunikation Erster Einsatz in Weiden – der neue Polizei-Messenger ist jetzt auch in der Oberpfalz im Einsatz

(Foto: Polizei)(Foto: Polizei)

Das Christkind hatte in diesem Jahr auch ein Geschenk für die Oberpfälzer Polizisten unter den Baum gelegt. Es brachte Smartphones und neue Einsatztechnik. Am 27. Dezember startete der Echtbetrieb des Polizei-Messengers bei allen Dienststellen im Polizeipräsidium Oberpfalz. Ähnlich dem bekannten Whats-App kann die Polizei nun datensicher Ermittlungshinweise und Fahndungsfotos verschicken.

REGENSBURG/OBERPFALZ Als einen „Quantensprung für die Einsatzkommunikation der Bayerischen Polizei“ hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den neuen „Polizei-Messenger“ bezeichnet. Ende Mai dieses Jahres gab der Minister den Startschuss für die flächendeckende Ausstattung der Bayerischen Polizei.

Nun verfügen auch die Oberpfälzer Polizisten über insgesamt 189 Mobilgeräte und 135 so genannte Desktop-Lizenzen. Im Einsatzfall können mit der neuen Technik relevante Bilder, Fahndungsfotos oder Ermittlungshinweise auf die Smartphones verschickt und somit den eingesetzten Beamten schnell zugänglich gemacht werden. Jeder Streifenbesatzung steht nun ergänzend zu dem Digitalfunk ein weiteres, hochmodernes Einsatzmittel zur Verfügung. Das neue Smartphone kann aber noch mehr. Neben dem schnellen Datenversand können die Einsatzkräfte nun auch Internetdienste nutzen, um den vielfältigen Polizeiaufgaben auf dem neuesten technischen Stand zu begegnen.

Bereits zwei Tage vor dem offiziellen Startschuss zeigte sich der große Einsatzwert des neuen Messengers. Am ersten Weihnachtsfeiertag wurde der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz der Fund einer vermeintlichen Bodenmine in Weiden gemeldet. Die Beamten der Polizeiinspektion Weiden fertigten am Einsatzort Fotos des Gegenstandes und schickten die Bilder via Messenger über die polizeiliche Einsatzzentrale an das Sprengstoffkommando in München. Anhand der Bilder konnten die Experten Entwarnung geben und den Gegenstand sogar als Deckel eine Fliegerbombe identifizieren.

Einen besonderen Stellenwert beim Versenden der sensiblen Daten haben natürlich der Datenschutz und die Datensicherheit. Die digitalisierten Fotos und Schriftsätze verlassen nie das deutsche Staatsgebiet, da sich hier auch der Serverstandort befindet. Die übermittelten Nachrichten werden bereits beim Übertragen automatisch verschlüsselt und ebenso abgespeichert. So ist die genutzte Technik nach dem Standard des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert und nach außen hin abgeschottet.


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