23.12.2020, 14:25 Uhr

OB und Landrätin Besuch bei der Integrierten Leitstelle – Dank und Anerkennung für über 128.000 Einsätze

Stadt und Landkreis sagen Danke für die geleistete Arbeit. Foto: Ursula HildebrandStadt und Landkreis sagen Danke für die geleistete Arbeit. Foto: Ursula Hildebrand

Normalerweise ist es der Tag, an dem in der Integrierten Leitstelle viele Besucher vor Ort sind. Oberbürgermeisterin und Landrätin sagen Danke für die geleistete Arbeit – doch 2020 war auch dieser Besuch etwas anders. Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle in Regensburg keiner erhöhten Ansteckungsgefahr auszusetzen, fand der Besuch am Freitag, 11. Dezember, im kleinen Kreise statt.

Regensburg. Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bürgermeister Ludwig Artinger und Landrätin Tanja Schweiger waren in die Greflinger Straße gekommen, um Danke zu sagen – Danke für die geleistete Arbeit in einem außergewöhnlichen Jahr. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren und sind in der Integrierten Leitstelle direkt zu spüren. Tanja Schweiger, Vorsitzende des Rettungszweckverbandes, betonte, dass die Leitstelle ein „wichtiger Partner“ des Zweckverbandes sei. Sie lobte das „konstruktive Miteinander“.

Basierend auf den Zahlen vom 4. Dezember werden bis Jahresende 2020 über 128.000 Einsätze abgearbeitet worden sein. Das Einsatzgeschehen bewege sich damit im Vorjahresbereich, schildert Martin Hartl, Leiter der Integrierten Leitstelle. 4.400 Quadratkilometermeter Fläche mit 610.000 Einwohnern werden von Regensburg aus betreut – das sind Stadt und Landkreis Regensburg sowie die Landkreise Cham und Neumarkt. Man habe zunächst gedacht, dass die Einsatzzahlen sinken werden, berichtet Hartl. Die Zahl der Unfälle sank zwar, akute Erkrankungen aber wie ein Herzinfarkt wurden nicht weniger. Und: Sturm „Sabine“ sorgte am 10. Februar dieses Jahres für 1.800 Anrufe. Im Jahresschnitt waren es gut 290 Anrufe am Tag.

Iris Krimm, Leiterin des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Regensburg, betonte, man könne sich „voll und ganz aufeinander verlassen“. Das Thema Corona sei auch bei Einsätzen ständig präsent. Man versuche auf Abstand zu achten und trage Masken – in den Büros sei dies auch kein Problem. Im Einsatz aber komme es doch zu Situationen, in denen keine Maske getragen werden kann – zum Beispiel wenn der Einsatz von Atemschutzgeräten nötig ist. Auch am Spreizer könne man nicht mit Maske arbeiten, schildert Krimm. Man stelle auch sicher, dass sich die Mitglieder der einzelnen Wachabteilungen nicht begegnen, um so das Risiko einer Ansteckung zu verringern.

Der Rechts- und Regionalreferent der Stadt Regensburg, Dr. Walter Boeckh, sprach noch ein Thema an, das unter den Nägeln brennt – Missbrauch von Notrufen! Durch jeden dieser Alarme werde das Rettungssystem blockiert. Es komme zu Leerfahrten, Kosten entstehen. Manfred Kirchberger, stellvertretender Leiter der ILS, berichtete von Einsätzen im Landkreis Neumarkt, die eine einzelne Person auslöst – fast 50 waren dies in den letzten Monaten. Alle wären nicht nötig gewesen.

Landrätin und Oberbürgermeisterin sprachen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Leitstelle ihren Dank aus. Es sei sicher nicht einfach, immer mit dem richtigen Einsatzfahrzeug und der richtigen Besatzung an Ort und Stelle zu sein, so Schweiger. Dafür gelte es, Danke zu sagen.


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