04.10.2020, 22:26 Uhr

Miese Masche Angebliche Polizeibeamte erbeuten über 30.000 Euro

 Foto: Gaj Rudolf/123rf.com Foto: Gaj Rudolf/123rf.com

Ende September erbeuteten Unbekannte, die sich als Polizeibeamte ausgaben, erneut einen hohen Bargeldbetrag von einer Seniorin. Dieser Fall belegt einmal mehr, wie perfide diese Betrugsmasche ist und wie wichtig die Sensibilisierung von Senioren ist. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt und gibt zugleich Präventionshinweise.

Regensburg. Ende September fiel wieder ein Opfer auf die manipulative Betrugsmasche „falsche Polizeibeamte“ herein. Eine 85-jährige Regensburgerin übergab über 30.000 Euro Bargeld, das sie zuvor aus ihrem Schließfach geholt hatte. Sie erhielt zuvor mehrere Anrufe vermeintlicher Polizeibeamter, die auf angebliche Einbrüche in der Nachbarschaft verwiesen. Das Geld der Frau sei auch auf der Bank nicht sicher, weshalb sie es holen und der Polizei zur Verwahrung übergeben müsse. Einem Unbekannten übergab sie das Geld schließlich vor ihre Haustüre.

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg ermittelt in diesem Fall und gibt Tipps zum Schutz vor diesen Betrügereien. Zur Veranschaulichung des Phänomens „falsche Polizeibeamte“ hat die Bayerische Polizei einen Comic entwickelt. Diesen findet sich im Internet unter www.polizei-beratung.de.

Tipps der Polizei für Senioren und Angehörige: keine persönlichen Daten herausgeben! Gespräch beenden – Notruf wählen (110), niemals Geld, Schmuck oder Wertsachen an Fremde übergeben! Vornamen im Telefonbuch abkürzen lassen! (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom. Angehörige, Sozialverbände, Religionsgemeinschaften und auch sonst in Kontakt mit älteren Menschen stehende Einrichtungen und Institutionen werden gebeten, insbesondere alleinstehende, ältere Verwandte auf die Masche der Betrüger hinzuweisen.


0 Kommentare