08.09.2020, 14:39 Uhr

Einweisung in Bezirksklinikum Ohne Mund-Nase-Schutz im Zug gesessen – 27-Jähriger leistet erheblichen Widerstand

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Am Montag ,7. September, hat ein Zugbegleiter in einem Regionalexpress zwei Syrer von der Weiterfahrt ausgeschlossen, weil sie trotz mehrfacher Aufforderung keinen Mund-Nase-Schutz tragen wollten. Daraufhin hat einer der beiden erheblichen Widerstand gegen die herbeigerufenen Bundespolizisten geleistet und unter erheblicher Eigengefährdung auf der Dienststelle randaliert. Ein hinzugezogener Arzt veranlasste daraufhin die Einlieferung in das Bezirksklinikum Regensburg.

Regensburg. Am Montagabend forderte der Zugbegleiter im Regionalexpress von München nach Nürnberg zwei syrische Staatsangehörige mit Hinweis auf einen möglichen Fahrtausschluss mehrfach auf, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Da beide die Aufforderung ignorierten, informierte der Zugbegleiter gegen 21 Uhr die Bundespolizei am Hauptbahnhof in Regensburg über den Sachverhalt und bat den Fahrtausschluss durchzusetzen. Während der Jüngere der beiden der Aufforderung der Bundespolizei den Zug zu verlassen nachkam, zeigte sich der 27-Jährige äußerst unkooperativ und musste nach mehrmaliger Aufforderung mit einfacher körperlicher Gewalt aus dem Zug gebracht werden.

Zur Feststellung der Personalien nahmen die Bundespolizisten die beiden stark alkoholisierten Männer mit zur Dienststelle. Während der 18-Jährige kooperativ war, schlug und trat der 27-Jährige bereits auf dem Weg zur Wache mit Händen und Füßen um sich. Auf der Wache wurde der Mann immer aggressiver und beleidigte und bespuckte die Beamten. Trotz Fixierung der Hände und Füße warf er sich mit Schulter und Kopf gegen die Wand und die Stahltür des Gewahrsamsraumes. Nur durch zusätzliches Festhalten konnte er ruhig gestellt und damit eine Eigengefährdung ausgeschlossen werden. Ein hinzugezogener Arzt führte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme durch und veranlasste die Einweisung in das Bezirksklinikum Regensburg. Die Einlieferung erfolgte durch Beamte der Polizeiinspektion Regensburg.

Während der Jüngere mit einer Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz davonkommt, erwarten den 27-Jährigen zusätzlich mehrere Strafanzeigen nach dem Strafgesetzbuch. Ihm werden Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Hausfriedensbruch, Beleidigung, fahrlässige Körperverletzung und gemeinschädliche Sachbeschädigung vorgeworfen.


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