20.08.2020, 11:56 Uhr

Vorbildlich Zehnjährige klärt Unfallflucht und bekommt eine Belohnung

PHM Stefan Pöll, Eva Bachinger und POR Bernhard Huber. Foto: Reitmeier/PI Regensburg SüdPHM Stefan Pöll, Eva Bachinger und POR Bernhard Huber. Foto: Reitmeier/PI Regensburg Süd

Anfang Juli beobachtete die Zehnjährige Eva Bachinger eine Unfallflucht in Burgweinting. Sie meldete dies der Geschädigten und half dieser, den Verursacher zu finden. Nun erhielt sie hierfür eine Belohnung.

Regensburg. Eva sah am 9. Juli wie ein Jugendlicher mit dem Fahrrad gegen ein geparktes Fahrzeug fuhr und sich anschließend mit Freunden entfernte. Sie klingelte daraufhin bei ihrer Nachbarin, der Eigentümerin des angefahrenen Pkw. Nachdem diese einen Schaden an ihrem Fahrzeug feststellte, suchte Eva mit ihr die Gruppe Jugendlicher und identifizierte den Verursacher des Schadens.

Am 19. August überreichte der stellvertretende Dienstellenleiter der Polizeiinspektion Regensburg Süd, Polizeioberrat Bernhard Huber, im Namen des Polizeipräsidenten Norbert Zink, ein Dankschreiben und eine finanzielle Anerkennung an Eva Bachinger.

Die Regensburger Polizei startete 2016 aufgrund steigender Fallzahlen bei unerlaubtem Entfernen vom Unfallort die Präventionskampagne „Unfallflucht – kein Kavaliersdelikt“. Hierbei wird einerseits an Unfallverursacher appelliert, „fair zu sein“ und Unfälle zu melden, damit sich die Versicherung um die Schadensregulierung kümmern kann. Andererseits werden Zeugen von Unfallfluchten gebeten, sich bei der Polizei zu melden, da sich ohne deren Angaben die Unfallverursacher meist nur schwer ermitteln lassen.

Die Zehnjährige hat durch ihr vorbildliches Verhalten ganz im Sinne der Präventionskampagne gehandelt und maßgeblich dazu beigetragen, dass die Verkehrsunfallflucht geklärt werden konnte und der Geschädigten ermöglicht wurde, ihren Schaden ersetzt zu bekommen. Die Polizeiinspektion Regensburg Süd bedankte sich bei Eva mit einer Führung durch die Dienststelle unter Einhaltung der Hygienebestimmungen. Neben der kleinen Taschengeldaufbesserung bekam sie noch einen Polizei-Teddy, den sie während ihrer Anhörung vom Unfallsachbearbeiter gewünscht hatte.


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