04.08.2020, 14:02 Uhr

Ab Montag im Einsatz „Beppi“ geht in Zeitlarn auf Raserjagd

„Beppi“ im Einsatz: Bei der Testphase im vergangenen Jahr erwischte die Semistation 5.276 Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren. Foto: Nadine Schlegl/ZV KVS Oberpfalz„Beppi“ im Einsatz: Bei der Testphase im vergangenen Jahr erwischte die Semistation 5.276 Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren. Foto: Nadine Schlegl/ZV KVS Oberpfalz

Ab Montag, 10. August, überwacht die teilstationäre Geschwindigkeitsmessanlage „Beppi“ des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz, kurz ZV KVS Oberpfalz, den Straßenverkehr in Zeitlarn.

Zeitlarn. 5.276 Autofahrer, die schneller als die zulässige Höchstgeschwindigkeit unterwegs waren – so viele Temposünder erwischte die teilstationäre Geschwindigkeitsmessanlage „Beppi“ während ihrer dreimonatigen Testphase im Herbst vergangenen Jahres im Amberger Stadtgebiet. In den letzten Monaten war es dann ruhig um die Blitzeranlage des Zweckverbands geworden, doch das ist jetzt vorbei: Ab sofort überwacht sie im Verbandsgebiet des ZV KVS Oberpfalz wieder die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen – ab Montag, 10. August, auch in Zeitlarn. „Wir wollen durch die Messanlage die Geschwindigkeitsverstöße weiter senken und so die Verkehrssicherheit nachhaltig erhöhen – schließlich ist überhöhte Geschwindigkeit nach wie vor eine der größten Unfallursachen“, sagt Andrea Dobsch, EBürgermeisterin in Zeitlarn.

„Nach der Auswertung der Testphase und dem großen Interesse seitens unserer Mitgliedskommunen haben wir beschlossen, selbst einen Blitzer-Anhänger, eine sogenannte Semistation, anzuschaffen“, so Sandra Schmidt, Geschäftsführerin des Zweckverbands. „Damit sind Geschwindigkeitsübertretungen rund um die Uhr, also auch zu Zeiten, in denen unsere Verkehrsüberwacher nicht im Dienst sind, möglich. Die Einhaltung des Tempolimits ist schließlich zu keiner Uhrzeit optional.“ Und nicht nur das, die Anlage kombiniert zudem viele weitere Vorteile von stationären und mobilen Messanlagen miteinander: „Sie funktioniert völlig autonom, minimiert den Personalaufwand, stellt keinerlei Anforderungen an die lokale Infrastruktur und zeichnet Geschwindigkeitsüberschreitungen in beide Fahrtrichtungen auf“, berichtet Thomas Gräml, Leiter fließender Verkehr beim Zweckverband. Um vor Vandalismus und Diebstahl zu schützen, sei die Semistation mit verschiedensten Schutzsysteme versehen – unter anderem mit einer Alarmanlage.

Vor dem Einsatz des transportablen Blitzers des Herstellers Jenoptik, der mit offiziellem Namen übrigens Semistation TraffiStar S350 heißt und für maximal sieben Tage an seiner Messstelle in Zeitlarn abgestellt werden darf, erfolgte ein umfassender Prozess wie Thomas Gräml erklärt: „Wir begehen die möglichen Standorte mit den Ansprechpartnern unserer Gemeinden und der zuständigen Polizeiinspektion. Die Messstellen werden anschließend zur Genehmigung an das Polizeipräsidium übersendet.“

Alle neuen Messanlagen wie TraffiStar S350 bedürfen einer innerstaatlichen Bauartzulassung durch die Physikalische Technische Bundesanstalt, kurz PTB, mit Sitz in Braunschweig und Berlin. Diese gilt in Deutschland als oberste Instanz im Bereich des zuverlässigen Messens und führt umfangreiche Prüfungen durch. Zudem werden die Anlagen des ZV KVS Oberpfalz regelmäßigen Eichungen unterzogen, die mit einem Eichschein besiegelt werden.


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