28.07.2020, 15:04 Uhr

Tierhasser unterwegs Giftköder in Königswiesen – Tierrechtsorganisation setzt Belohnung aus

Präparierte Köder sind eine große Gefahr.  Foto: PETA Deutschland e. V.Präparierte Köder sind eine große Gefahr. Foto: PETA Deutschland e. V.

Eine Hundehalterin entdeckte am Freitagmorgen, 24. Juli, beim Gassigehen auf einer Wiese in der Friedrich-Ebert-Straße in Regensburg ein mit einer bläulichen Substanz präpariertes Stück Wurst. Bei der Suche nach weiteren vermeintlichen Giftködern fand sie in der Nähe noch mehr derartige Wurststücke.

Regensburg. Die Frau alarmierte die Polizei. Eine Streifenbesatzung entdeckte ebenfalls noch weitere Köder. Insgesamt wurden 20 der gefährlichen Lockmittel gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass diese gezielt ausgelegt wurden, um damit Hunden zu schaden. Tierhalter sollten jetzt besonders aufmerksam sein. Da sich in der Nähe der Fundorte auch Spielplätze befinden, rät die Polizei auch Eltern kleiner Kinder zu erhöhter Vorsicht. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Regensburg-Süd unter der Telefonnummer 0941/ 5062001 entgegen.

„Peta“ setzt Belohnung aus

Um den Vorfall aufzuklären, setzt „Peta“ nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise, die den Täter überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711/ 8605910 oder per Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym. „Der Unbekannte, der die Giftköder in Regensburg ausgelegt hat, muss gefunden und gestoppt werden, bevor noch Vierbeiner verletzt werden oder qualvoll sterben“, sagt Judith Pein im Namen von „Peta“. „Derartige Täter zu überführen, ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf den noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen sowie Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen. Der Täter muss sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können.“


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