24.07.2020, 09:53 Uhr

Großer Erfolg Regensburger Kriminalpolizei nimmt nach Pkw-Aufbruchsserie zwei dringend Tatverdächtige fest

 Foto: W. Theisinger Foto: W. Theisinger

Anfang dieses Jahres wurde insbesondere im Stadtgebiet Regensburg eine Vielzahl an Pkw-Aufbrüchen festgestellt. Eine Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg ging diesen Fällen sorgfältig nach und konnte nach Abschluss der akribischen Ermittlungen zwei dringend Tatverdächtige Personen vorführen. Diese befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

Regensburg. 13 Pkw-Aufbrüche, neun Diebstähle aus unversperrten Fahrzeugen, 23 Betrugstaten, drei Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz – das ist die Liste der Tatvorwürfe nach monatelanger, intensiver Arbeit einer Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg. Schwerpunktmäßig wurden im März sämtliche Pkw durch zunächst unbekannte Täter aufgebrochen und insbesondere Zahlungskarten und Fahrzeugpapiere entwendet. Mit der entwendeten Beute hatten die Täter Einkäufe oder Abhebungen getätigt. Zudem täuschten sie die Identität der Geschädigten vor.

Drei Personen, darunter ein 30-jähriger Mann aus dem Landkreis Regensburg und eine 24 Jahre alte Frau aus dem Stadtgebiet, wurden am 30. März dieses Jahres festgenommen. Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung fanden die Beamten nämlich eine Vielzahl an Beweismittel, wie beispielsweise Zahlungskarten. Den Tatverdächtigen konnten daher umfangreiche Straftaten zur Last gelegt werden. Durch besonders aufwendige und präzise Auswertung erfolgten die einzelnen Zuordnungen. Nach derzeitigem Sachstand soll der aktuelle Beutewert etwa 8.000 Euro betragen. Die Täter sollen bei den Taten einen Sachschaden von circa 16.000 Euro verursacht haben.

Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der anfängliche Verdacht eines dritten Tatbeteiligten nicht, sodass sich aktuell die Frau und der Mann in Untersuchungshaft befinden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde Haftbefehl gegen beide erlassen. Nachdem die 24-Jährige bei der ersten Prüfung der Haftfrage noch unter strengen Auflagen in Freiheit bleiben durfte, nutzte sie diese zum Verkauf von weiterem Diebesgut. Dies blieb der Polizei nicht unbemerkt, sodass sie erneut einen Besuch der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg bekam. Die Dame wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen haben sich die Straftaten hauptsächlich zur Nachtzeit in Sammeltiefgaragen ereignet. Das Motiv wird gegenwärtig in der sogenannten „Beschaffungskriminalität“ gesehen. Das bedeutet, dass die Tatverdächtigen versuchten, an Gegenstände zu gelangen, um diese für Geld zu verkaufen und damit Betäubungsmittel zu beschaffen. Der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg ist mit der Ermittlung und Festnahme von zwei dringend tatverdächtigen Personen für eine Serie an Pkw-Aufbrüchen ein großer Erfolg gelungen. Zudem konnte ein Großteil persönlicher Gegenstände an die Geschädigten ausgehändigt werden. Die umfangreichen Ermittlungsergebnisse wurden der Staatsanwaltschaft Regensburg zur Prüfung und weiteren Entscheidung über eine Anklageerhebung vorgelegt.

Die Polizei möchte aufgrund der Fälle auch noch einmal allgemein auf folgendes hinweisen:

„Nutzen Sie im Idealfall eine abschließbare Garage oder stellen Sie Ihr Fahrzeug zumindest an gut beleuchteten und belebten Straßen ab. Achten Sie darauf, auch in Tiefgaragen Ihr Fahrzeug nie unverschlossen abzustellen. Schließen Sie Fenster, Türen, Kofferraum, Schiebedach, Tankdeckel/-klappe, auch wenn Sie sich nur kurz vom Fahrzeug entfernen. Denken Sie auch daran, das Dach Ihres Cabrios zu verschließen. Achten Sie darauf, dass Ihr Fahrzeug das Verriegeln der Türen mit der Funkfernbedienung durch ein optisches Signal quittiert. Funkblocker können das Funksignal Ihrer Fernbedienung stören, sodass Ihr Fahrzeug dann nicht verschlossen ist. Lassen Sie keine Gegenstände offen im Fahrzeug liegen! Die Täter können von außen nicht erkennen, ob eine Tasche leer ist, oder sich ein lohnender Inhalt darin befindet! Achten Sie auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Ihrer Umgebung. Teilen Sie verdächtige Wahrnehmungen umgehend der Polizei unter der Polizeinotrufnummer 110 mit.“


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