25.06.2020, 10:06 Uhr

Einsatzrekord Retter in der Not – Feuerwehrler hatten am Wochenende viel zu tun


Land unter in Barbing – am Freitag, 19. Juni, sorgte Starkregen für ordentlich Arbeit in der kleinen Kommune. Auch die Nachbarstadt Neutraubling war betroffen – dort musste die Polizei das Wasser aus den Arrestzellen im Keller kehren.

Barbing. In Neutraubling mussten 250 Einsätze abgearbeitet werden – in Barbing waren es 65. Dass das ein Rekord ist, zeigt der Blick auf die Jahresstatistiken der Barbinger Wehr: Im Jahr 2017 fielen 56 Einsätze an, im Jahr 2018 waren es 69 – und im Jahr 2019 musste die Wehr 51 Mal ausrücken.

Zahlreiche Nachbarwehren rückten nach Barbing und Neutraubling aus, um zu helfen. Auch das THW rückte mit Geräten und Manpower an. Die Spuren auf den Straßen waren schnell beseitigt, in so manchem Keller war man aber am Samstag noch im Einsatz, um das Wasser wieder loszuwerden.

Für die Barbinger Feuerwehr kehrte dann aber immer noch keine Ruhe ein – nach zwei weiteren Einsätzen am Samstag ging es am Sonntag, 21. Juni, direkt weiter. Die Einsatzkräfte mussten zum Brand einer Industriehalle ausrücken. Das Feuer verursachte hierbei einen Millionenschaden. „Die Feuerwehr konnte den Brand erfolgreich bekämpfen. Es kam zu keinen Personenschäden. Der unmittelbar durch den Brand verursachte Sachschaden bewegt sich im niedrigen, fünfstelligen Euro-Bereich. Der Gesamtschaden durch Rußentwicklung, Produktionsausfall und weitere Beeinträchtigungen dürfte mehrere Millionen betragen und kann zur Zeit noch nicht beziffert werden“, meldet das Polizeipräsidium zum Brand im Gewerbegebiet Unterheising. Aktuell wird wegen Brandstiftung ermittelt.

68 Einsätze – das ist nicht ohne. Barbings Kommandant Andreas Staudinger lobt den Zusammenhalt der Mannschaft: „Ich bin stolz auf meine Kameraden, dass sie immer noch – trotz der arbeitsintensiven, belastenden Situation – alle bei der Stange bleiben und jeder den anderen tatkräftig unterstützt.“

Auch Wilfried Hausler, im Landkreis als Kreisbrandinspektor für den Bereich Süd zuständig, ist beeindruckt: „Besonders wir von der Landkreisführung sind sehr stolz auf unsere Einsatzkräfte“, sagt er – und schließt alle Wehren ein, die ab Freitag stark gefordert waren, ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Diese Leistung kann man nicht hoch genug schätzen!


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