05.05.2020, 23:10 Uhr

Statistik in Furth im Wald Positive Entwicklung der Unfallzahlen, aber „jedes Unfallopfer ist ein Opfer zu viel“

PI-Leiter Vincent Bauer mit seinem Stellvertreter Ludwig Kreitl und dem Verkehrssachbearbeiter Holger Bäumler vor dem neuen Polizeibasisfahrzeug. Foto: Stefan BosekPI-Leiter Vincent Bauer mit seinem Stellvertreter Ludwig Kreitl und dem Verkehrssachbearbeiter Holger Bäumler vor dem neuen Polizeibasisfahrzeug. Foto: Stefan Bosek

Die Polizeiinspektion (PI) Furth im Wald musste im letzten Jahr eine leichte Steigerung bei der Gesamtzahl an Verkehrsunfällen registrieren. Zwei Unfalltote sind zu beklagen.

Furth im Wald. Eine im Großen und Ganzen zufriedenstellende Entwicklung im Verkehrsunfall-Geschehen kann die PI Furth im Wald nach Auswertung der Statistik-Daten für das Jahr 2019 feststellen. Insgesamt wurden von den Beamten der PI Furth im Wald 575 (Vorjahr: 535) Verkehrsunfälle bearbeitet, was im Vergleich zum Jahr 2018 eine Steigerung von 40 Vorgängen bedeutet.

Bei 64 (62) Unfällen wurden 85 (96) Personen geschädigt, also bei etwa jedem zehntem Verkehrsunfall. Wurden dabei im Jahr 2018 noch 28 Unfallbeteiligte als schwerverletzt kategorisiert, so ging diese Zahl erfreulicherweise um erhebliche 23 zurück. Neben 80 Leichtverletzten kamen im Jahr 2019 leider zwei Verkehrsteilnehmer zu Tode, nachdem sich 2018 kein tödlicher Verkehrsunfall ereignet hatte. 393 Fälle (382) wurden als so genannte Kleinunfälle registriert, das heißt, dem Unfall lag ein geringfügiger Verkehrsverstoß zu Grunde. Der Anteil am gesamten Unfallaufkommen lag bei 68 Prozent. Kurioserweise wurde mit 205 Wildunfällen die exakt selbe Zahl wie im Jahr zuvor festgestellt. Bei einem Wildunfall wurde eine Person verletzt. Im Jahresverlauf wurden 93 (65) Unfallfluchten zur Anzeige gebracht, von denen 23 (16), also knapp ein Viertel, geklärt werden konnten. Bei diesen für die Geschädigten zumindest sehr ärgerlichen Delikten ist die Polizei oftmals auf die Mithilfe aufmerksamer Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Die PI Furth im Wald bittet deshalb, entsprechende Wahrnehmungen umgehend der Polizei mitzuteilen.

Als häufigste Unfallursachen wurden Fehler beim Abbiegen, Wenden, Ein- und Ausfahren (115 Fälle) sowie ungenügender Sicherheitsabstand (72 Fälle) und falsche Straßenbenutzung (64 Fälle) registriert. Während ein (0) Unfallbeteiligter unter Einfluss von Drogen stand, wurden acht (3) Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung verursacht, bei denen sechs Personen verletzt wurden. Diese nicht zufriedenstellenden Zahlen sind für die PI Furth im Wald Anlass, zum Wohle der Verkehrssicherheit auch weiterhin das Augenmerk auf die Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer zu legen. Die Polizei Furth im Wald appelliert in diesem Zusammenhang an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein aller Fahrzeugführerinnen und -führer, nur in nüchternem und verkehrstüchtigem Zustand am Straßenverkehr teilzunehmen. Die Konsequenzen sind im Entdeckungsfall drastisch, bei einem Unfall oftmals dramatisch!

Weitere Schwerpunkte bei der Verkehrsüberwachung werden im Jahr 2019 die Überwachung der Geschwindigkeit sowie ein Augenmerk auf die so genannten „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer – Radfahrer, Senioren, Kinder – bilden. Wenngleich nur in 21 (16) Fällen nicht angepasste Geschwindigkeit als Unfallursache festgestellt werden konnte, also in knapp vier Prozent aller Verkehrsunfälle, so sind hier überproportionale 15 Prozent an Verletzten und sogar ein Toter festzustellen. Zudem muss angefügt werden, dass eine zu hohe Geschwindigkeit auch bei vielen anderen Unfallereignissen mitverursachend ist.

„Die PI Furth im Wald möchte durch geeignete Kontrollmaßnahmen den langfristigen Trend zur Reduktion von Geschwindigkeitsunfällen fortsetzen. Geschwindigkeitsmessungen werden neben dem Schwerpunkt B20 auch an gefahrengeneigten Örtlichkeiten auf Staats-, Kreis- und Ortsstraßen stattfinden“, so der stellvertretende PI-Leiter Ludwig Kreitl.„Die vorliegenden Zahlen beschreiben einige positive Entwicklungen und erfreuliche Erkenntnisse. Das bisher Erreichte verpflichtet uns allerdings, auf Basis des Erreichten weiterhin konsequent die Regeleinhaltung im Straßenverkehr zu überwachen, denn jedes Unfallopfer ist ein Opfer zu viel!“, so Vincent Bauer, Leiter der PI Furth im Wald.


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