25.03.2020, 13:13 Uhr

Materialermüdung Kupplungsbruch an einem Güterzugwagen verursacht Zugverspätungen


Am Dienstagnachmittag, 24. März, führte der Bruch zweier Wagenkupplungen bei einem mit Stückgut beladenen Güterzug zu einer Gleissperrung auf der Bahnstrecke Passau-Regensburg. Dadurch hatten 23 Züge Verspätungen. Zwei Züge leitete die Bahn um, bei zwei weiteren Zügen kam es zu Teilausfällen.

Regensburg. Gegen 16 Uhr kam es bei einem Güterzug auf der Bahnstrecke Passau-Regensburg im Bereich zwischen Sünching und Mangolding zum Bruch zweier Wagenkupplungen und dadurch zum Abriss zweier Güterwagen. Durch den Abfall der Druckluft kam es technisch bedingt zu einer Schnellbremsung und zum sicheren Zugstillstand bei Mangolding.

Wie die Bundespolizei bisher ermittelte, gibt es keine Anzeichen einer Fremdeinwirkung und es ist nach erster Einschätzung von Materialermüdung auszugehen. Zu Personenschäden oder zu einer Gefährdung von Personen kam es durch den Vorfall nicht. Die genaue Schadenshöhe an den beiden Schraubenkupplungen muss erst noch ermittelt werden. Weiterer Sachschaden ist nicht entstanden.

Allerdings kam es aufgrund der erforderlichen Streckensperrungen, an beiden Gleisen bis 16.42 Uhr, eingleisig bis 18.48 Uhr, zu 23 Zugverspätungen von insgesamt 1.695 Minuten, zu zwei Zugumleitungen und zu Teilausfällen von zwei Zügen.

Da jeder Güterwaggon über eine eigene Zugkupplung verfügt und sich die Bremsleitungen unbeschädigt gelöst hatten, konnte der Zug am Bahnhof Mangolding auf Gleis 3 durch einen Wagenmeister neu zusammengestellt werden. Nach abschließender Überprüfung setzte der Zug um 23 Uhr die Fahrt fort.


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