18.03.2020, 13:03 Uhr

Justiz Mord-Prozess in Regensburg erneut verschoben – Ergebnisse der Tests auf den Coronavirus noch nicht da

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Nachdem der erste Prozesstag im Verfahren wegen Mordes gegen eine Frau aus Laberweinting im Landkreis Straubing-Bogen am Montag , 16. März, vorzeitig enden musste, kann auch am Mittwoch nicht, wie geplant, mit dem Prozess vor dem Landgericht Regensburg begonnen werden.

Regensburg. Die Angeklagte soll am 23. November 2018 ihren Ehemann – womöglich mit der Hilfe einer weiteren Person – getötet haben. Die Leiche des Mannes war Ende November 2018 in der Nähe der tschechischen Ortschaft Nová Pec im Grenzgebiet zu Österreich und Deutschland entdeckt worden. Anfang Januar 2019 war dann klar: Der Tote stammte aus dem Landkreis Straubing-Bogen. Der 69-jährige Adelige lebte in Laberweinting. Nun steht dessen Ehefrau vor Gericht, ihr wird Mord vorgeworfen.

Am Montag nun hätte der Prozess beginnen sollen. Da aber die Angeklagte in der JVA Kontakt zu drei Mitgefangenen hatte, die unter Corona-Verdacht stehen, muss erst der Test bei diesen drei Frauen abgewartet werden. Richter Michael Hammer hatte gehofft, dass die Ergebnisse bereits am Montagabend vorliegen. Der Prozess sollte deshalb am Mittwoch ab 13.30 Uhr fortgesetzt werden, Nach Auskunft des Pressesprecher des Landgerichtes, Thomas Polnik, habe nun die JVA mitgeteilt, dass das Testergebnis immer noch nicht vorliegt, Der Prozess kann also am Mittwoch nicht beginnen. Nächster vorgesehener Termin ist Donnerstag, 19. März, 9 Uhr. Ob hier mit der Verhandlung begonnen werden kann, sei aber nicht sicher, „Es kann sein, dass alle Verfahrensbeteiligten umsonst anreisen“, so Polnik.


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