21.02.2020, 20:36 Uhr

Polizeibilanz Chinesenfasching – 15.000 Faschingsbegeisterte feierten weitgehend friedlich in Dietfurt

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Weitgehend zufrieden zeigt sich die einsatzführende Polizeiinspektion Parsberg mit dem Einsatzgeschehen auf dem diesjährigen Chinesenfasching am Unsinnigen Donnerstag, 20. Februar.

Dietfurt/Landkreis Neumarkt. Am Nachmittag haben sich circa 15.000 Faschingsbegeisterte aus Nah und Fern in Dietfurt im Altmühltal getroffen. Sämtliche Parkmöglichkeiten in und um die Stadt, zum Teil auch auf recht weit abgelegenen Wiesenflächen waren restlos belegt. Die reibungslose Zusammenarbeit der Stadtverwaltung, der Feuerwehr Dietfurt, des Sicherheitsdienstes und der Polizei sorgte dennoch für einen nahezu reibungslosen Ablauf.

Ab den frühen Abendstunden verwandelte sich die Stadt in eine Partymeile mit mehreren Tausend Feiernden. Bereits ab den Mittagstunden wurde von den eingesetzten Ordnern an den Zugängen zur Innenstadt gemäß der geltenden Stadtsatzung das mitgebrachte Glas in Form von Bier- und Schnapsflaschen abgenommen und entsorgt. Viel Zerbrechliches landete so in den Abfalltonnen. Dennoch gab es natürlich jede Menge Abfall, Müll und in geringerem Umfang auch Scherben auf den öffentlichen Flächen.

Mit starker und offener Streifenpräsenz sorgten die Sicherheitskräfte dafür, dass es im stark frequentierten Innenstadtbereich weitestgehend friedlich blieb.

Die Einsätze der Polizei

Gegen 16.45 Uhr schlug ein 17-jähriger Neumarkter mit der Hand gegen das Büroschild der Allianz-Versicherung in der Hauptstraße, so dass das Plexiglas brach. Der junge Mann wurde von den anwesenden Rettungskräften bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Den Jugendlichen erwartet jetzt eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.

Gegen 18.35 Uhr beobachteten eingesetzte Polizeibeamte in der Ringgasse drei Personen beim Konsum von Betäubungsmitteln. Es handelt sich um eine 26-jährige Frau und zwei Männer im Alter von je 27 Jahren, alle aus der Gemeinde Kipfenberg. Obwohl einer der Männer zu fliehen versuchte, gelang es den Polizeibeamten alle drei Personen festzunehmen. Sie wurden nach den erforderlichen, polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Das Rauschgift wurde sichergestellt und eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstellt.

Gegen 19.50 Uhr wollte ein 17-Jähriger aus der Gemeinde Riedenburg einen Streit vor der Tennishalle im Espanweg schlichten und wurde prompt selbst verletzt. Ein Unbekannter schlug dem Jugendlichen mit der Faust auf die Nase und flüchtete danach. Er soll circa 22 Jahre alt und 1,70 Meter groß gewesen sein.

Gegen 20.20 Uhr kam es in der Tennishalle zu einer Körperverletzung, bei der eine 19-jährige Frau und ein 19-jähriger Mann, beide aus Neumarkt, leicht verletzt wurden. Der 20-jährige Kontrahent aus dem Gemeindebereich Allersberg wurde vom Sicherheitsdienst der Polizei übergeben. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, um die genauen Umstände der Auseinandersetzung zu ermitteln.

Gegen 21 Uhr fiel eingesetzten Bereitschaftspolizisten eine vermeintliche Schlägerei im Espanweg hinter der Tennishalle auf. Es stellte sich heraus, dass es sich um mehrere Freunde handelte, die aus Spaß einen „Showkampf“ inszenierten. Ohne Folgen blieb der Spaß nicht, da sich ein 22-Jähriger aus dem Gemeindebereich Pyrbaum konsequent weigerte, seine Personalien anzugeben. Er wurde zur Identitätsfeststellung zur Polizeiwache gebracht, wo schließlich sein Namen ermittelt werden konnte. Es folgt eine Ordnungswidrigkeiten-anzeige gegen den uneinsichtigen Mann.

Gegen 22.10 Uhr kam es in der Hauptstraße zu einer Körperverletzung, bei der ein 31-jähriger Mann aus Neumarkt von einem 18-jährigen, polnischen Touristen verletzt worden war. Der Angreifer wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Ein Strafverfahren wegen Körperverletzung wurde eingeleitet.

Gegen 22.30 Uhr konnten Bereitschaftspolizisten im Espanweg einen 18-jährigen Neumarkter festnehmen, während er versuchte, einen Silvesterböller anzuzünden. Bei der folgenden Durchsuchung wurden insgesamt sieben Feuerwerkskörper ohne jegliche Zulassungskennzeichen sichergestellt. Der Mann wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Es folgt eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.


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