12.02.2020, 11:09 Uhr

Prozess wegen versuchten Mordes „Keine Übereinkunft , ihm auf die Finger zu schauen“

Der Angeklagte mit seinem Anwalt Jörg Sodan. Foto: uhDer Angeklagte mit seinem Anwalt Jörg Sodan. Foto: uh

Wie ist das denn nun mit den Kontrollen an den Fischgewässern im Landkreis Kelheim? Hatte man da seitens des Vereins den ein oder anderen Angler vielleicht doch etwas genauer im Visier? Auch am zweiten Prozesstag gegen einen 59-Jährigen ist dieser Vorwurf noch nicht ganz vom Tisch.

Regensburg. Am Freitag, 7. Februar, sagte der Vorsitzende des Vereines vor dem Landgericht Regensburg aus. Er selbst habe seit Januar 2014 zwei Vorfälle mit dem Angeklagten dokumentiert, bei einem weiteren Kontrollvorgang sei es zu einer mündlichen Verwarnung gekommen. Die Verstöße waren naturschutzrechtlicher Art. Der aktuelle Vorwurf wiegt da schwerer: Der Deutsch-Kasache soll einen Fischereiaufseher mit einer Axt angegriffen haben!

Ob der Angeklagte im Verein „ein rotes Tuch“ sei, wollte man seitens des Gerichts am Freitag wissen. Nein, sagt der Zeuge, es habe auch „keine Übereinkunft gegeben, ihm genauer auf die Finger zu schauen“.

Dass es immer mal wieder Beschwerden über die Kontrollen des angegriffenen Aufsehers gegeben habe, musste der Vorsitzende des Fischereivereins bestätigen. Aber: Beschwerden gebe es über alle,, die diese Kontrollen durchführen. Deshalb habe man sich entschlossen, spezielle Schulungen anzubieten, auch das Opfer sei bereits bei solchen Schulungen dabei gewesen.

Der Prozess wird am Mittwoch, 12. Februar, 9 Uhr, fortgesetzt.


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