10.02.2020, 22:50 Uhr

Sturm „Sabine“ Fast abgestürzt – die Feuerwehr rettet das Gottesauge der Pentlinger „Papstkirche“

 Foto: Alexander Auer Foto: Alexander Auer

Sturmtief „Sabine" fegte am Montag, 10. Februar, über die Oberpfalz und hinterließ auch am Nachmittag noch einige Schäden. Doch auch die kommende Nacht und die Dienstagmorgenstunden sollen nicht ohne sein. Deshalb hofft der Kallmünzer Bürgermeister, dessen Altes Rathaus Ziegelschäden davontrug, dass es nicht mehr ganz so schlimm kommt und „Sabine“ sich wieder beruhigt.

PENTLING. Während in der Gemeinde Pentling im Landkreis Regensburg die Feuerwehr nach und nach kleinere Schäden abarbeitet, geht um 15.45 Uhr die Mitteilung ein, dass das Gottesauge der Papstkirche abzustürzen droht. Sofort eilen die Kameraden zusammen mit der Drehleiter aus Neutraubling zu ihrem geschätzten Gotteshaus – und siehe da, das historische Gottesauge liegt quer auf dem Dachfirst. Fingerspitzengefühl und Zusammenhalt ist gefragt, um das gute Stück, welches ungefähr in den letzten 200 Jahren, jedem Sturm trotzte, zu sichern und dann langsam auf Bodengleiche zu verbringen. „Es ist wichtig, dass wir das da praktisch unbeschadet vom First heruntergebracht haben“, erzählt Kommandant Hans Hopfensberger. Denn die Pentlinger sind stolz auf die katholische Kirche St. Johannes, in der „ihr“ Papst früher als Seelsorger arbeitete.

Einsatz für die Feuerwehr auch in Alling. Hier hat sich ein Wellblechdach auf einem ehemaligen Firmengebäude gelöst. Es schwingt frei im Wind und droht herabzustürzen. Die speziell ausgebildeten Höhenretter nehmen sich der Sache an. In Hautzenstein hingegen reicht die Drehleiter, um ein Hausdach zu sichern, von dem Ziegel geweht wurden. Glücklicherweise gab es nur zerborstene Ziegel auf der Straße zu beklagen und keine Verletzten. Glück im Unglück hatten auch die Bewohner eines Hauses in Schönhofen, denn der Baum aus ihrem Garten fällt zwar auf das Hausdach, kracht aber augenscheinlich nicht durch.

Am Schlimmsten nimmt sich wohl Bürgermeister Ulrich Brey die Schäden am historischen Rathaus in Kallmünz zu Herzen. Zum Glück waren die Feuerwehr der Marktgemeinde und die Kameraden aus Burglengenfeld schnell vor Ort. Zwar krachten vorher Ziegel vom Dach, aber auch diese trafen glücklicherweise niemanden. Auch die Sicherung in den Abendstunden gelang, trotz, dass der Wind wieder auffrischte. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Voraussagen für die nächsten Sturmböen ebenfalls deutlicher sind, als das, was dann tatsächlich kommt.


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