10.02.2020, 11:24 Uhr

Unwetter Sturm „Sabine“ hat zugeschlagen – die THWler aus Laaber mussten das Dach ihrer Garage einsammeln

Die Mitglieder des THW in Laaber mussten sich am Montag auf die Suche nach dem Dach ihrer Garage machen.  Foto: Alexander AuerDie Mitglieder des THW in Laaber mussten sich am Montag auf die Suche nach dem Dach ihrer Garage machen. Foto: Alexander Auer

Sturmtief „Sabine“ wütete am Sonntagabend, 9. Februar, noch im Norden Deutschlands, da bereitete sich der Süden auf das Eintreffen am Montagmorgen, 10. Februar, vor. Nicht nur die Bahn stellte teilweise den Betrieb ein, auch die Schulen in Bayern blieben geschlossen.

REGENSBURG. Gegen 3 Uhr kamen dann in Bayern die ersten Vorläufer an. Um 5 Uhr wurde die Feuerwehr Regenstauf im Landkreis Regensburg zu einem Baum auf einem Pkw in der Ortschaft alarmiert. Glücklicherweise befand sich niemand im Fahrzeug, somit wurde auch niemand verletzt. Der sichtlich geschockte Anwohner und Besitzer des Autos war über die schnelle Hilfe der Feuerwehr erleichtert. Mit Motorsägen und einer Drehleiter konnte der Baum Stück für Stück abgetragen werden, bis die Mannschaftsstärke der Feuerwehr ausreichte, um den schweren Stamm soweit anzuheben, damit der Anwohner das beschädigte, aber noch fahrbereite Auto aus der Gefahrenzone fahren konnte. Den Sachschaden schätzt der Geschädigte selbst auf mehrere tausend Euro.

Auch Wahlplakate konnten den starken Windböen nicht standhalten und werden regelrecht weggeweht.

Lkw-Fahrer hatten teilweise enorme Probleme wegen der Windböen. Auf der Autobahn A3 zwischen Laaber und Nittendorf in Fahrtrichtung Regensburg erfasste gegen 7 Uhr eine Windböe einen Lkw mit Anhänger. Der Anhänger wurde durch den Wind auf die Mittelschutzleitplanke geweht. Aufgrund mehrerer weiterer Windböen drohte der Lkw mehrmals, komplett auf die Gegenseite umzukippen. Die Feuerwehr musste die Autobahn in Fahrtrichtung Regensburg sperren. Auch auf der Gegenfahrbahn musste aufgrund von Sicherungsmaßnahmen die rechte Fahrbahnspur in Fahrtrichtung Nürnberg gesperrt werden. Aufgrund des Windes stellt sich die Bergung des leeren Lkws für extrem schwierig dar. Die Feuerwehr rät im O-Ton: „Wer nicht raus muss, soll drinnen bleiben!“

Gegen 8.45 Uhr wurde auf der Bundesstraße B15 zwischen Zeitlarn und Regenstauf ebenfalls ein Lkw von einer starken Windböe erfasst. Dieser konnte dem Wind nicht standhalten und kippte auf die Seite. Die Feuerwehren sicherten die Unfallstelle ab und versuchten, den umgeworfenen Anhänger vor weiteren Windböen zu sichern.

In den Vormittagsstunden richteten die Windböen neben zahlreichen Verkehrsunfällen und umgestürzten Bäumen auch weiteren Schaden an. Beim THW-Ortsverband Laaber im Landkreis Regensburg riss eine Windböe das komplette Garagendach weg. Das Blech-Dach wurde über das Haus des THW geschleudert und blieb rund 50 Meter entfernt in Bäumen hängen. Augenscheinlich wurden die in der Garage geparkten Einsatzfahrzeuge nicht wesentlich beschädigt.


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