29.01.2020, 19:21 Uhr

Umwelt Luftschadstoffsituation in Regensburg – Werte bei Stickstoffdioxid-Messungen weiter rückläufig

(Foto: ce)(Foto: ce)

Meldungen zu „Autoabgase“, „Luftschadstoffe“ und „Grenzwerte“ beherrschen die öffentliche Diskussion. Luftschadstoffe können sowohl die Gesundheit als auch die Biosphäre gefährden. Daher ist es der Stadt Regensburg sehr wichtig, die Luftschadstoffe soweit wie möglich zu reduzieren.

REGENSBURG In einer vorläufigen Jahresbilanz des Lufthygienischen Landesüberwachungssystem Bayern (LÜB) wird deutlich, dass die Stickstoffdioxid-Werte auch im Jahr 2019 weiter rückläufig sind. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) informierte mit einer Pressemitteilung am 9. Januar 2020 über die vorläufige Jahreskurzauswertung 2019 für Stickstoffdioxid und Feinstaub.

In Regensburg wurden 2019 an der LÜB-Messstation in der D.-Martin-Luther-Straße folgende Werte gemessen:

Jahresmittelwert: 35 µg NO2/m³

Überschreitungen des Stundenmittelwertes: keine

Jahresmittelwert für Feinstaub PM10: 20 µg/m³

Anzahl der Überschreitungstage PM10 : fünf Tage

„Die Zahlen zeigen die Wirkung unserer Maßnahmen. Mit der Ausweisung einer Umweltzone, mit der Umstellung der Altstadtlinie auf Elektrobusse, dem E-Carsharing, der Förderung der Elektromobilität, der Modernisierung verschiedener Fahrzeugflotten und der Fortschreibung des Luftreinhalteplans konnten die Werte der Stickstoffdioxide und des Feinstaubs weiter reduziert werden“, so Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer. „Hauptverursacher der Luftschadstoffimmissionen ist jedoch nach wie vor der Verkehr. Die Stadt Regensburg wird daher auch weiterhin in diesem Bereich Schwerpunkte für Vermeidungsmaßnahmen setzen, indem wir den ÖPNV weiter stärken, Radwege ausbauen und die Planungen für eine Stadtbahn weiter vorantreiben werden.“

Die Qualität und Sauberkeit der Luft hängt jedoch auch von den Wetterbedingungen ab. Erhöhte Feinstaubwerte sind vor allem im Winter ein Problem, da in dieser Jahreszeit häufiger Wetterbedingungen herrschen, die eine Anreicherung der Schadstoffe begünstigen und eine Verdünnung und Verteilung behindern. Der Meteorologe spricht dann von einer austauscharmen Wetterlage. Da die letzten Winter in Regensburg milder und auch kürzer waren, schlug sich auch dies positiv auf die Qualität der Luft nieder.

Grenzwert für Feinstaub eingehalten

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde 2019 auch der Grenzwert für Feinstaub PM10 eingehalten. Die PM10-Feinstaubbelastung der Luft darf im Jahresdurchschnitt nicht mehr als 40 µg/m³ betragen. Mit gemessenen 20 µg/m³ ist dieser Jahresgrenzwert in Regensburg sicher eingehalten. Der PM10-Tagesgrenzwert ist eingehalten, wenn der Wert von 50 µg/m³ nicht an mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten ist. Im Jahr 2019 gab es in Regensburg lediglich fünf Überschreitungstage.

Da Luftschadstoffkonzentrationen an einzelnen Straßenabschnitten sehr schwanken können, ist es wichtig, die langfristige Entwicklung zu beobachten. Hierzu dient auch die Messstelle in der D.-Martin-Luther-Straße.

Grenzwert von Stickstoffdioxid 2019 weiter niedriger

In den vergangenen Jahren wurde der von der EU vorgegebene Grenzwert für Stickstoffdioxid von 40 µ/m³ (Jahresmittelwert) an der Messstelle mit 35 µ/m³ – wie schon im Jahr 2018 – unterschritten (2016 42 µ/m³, 2017 41 µ/m³, 2018 37 µ/m³).

Luftschadstoffe sollen weiter reduziert werden

„Die Einhaltung der Grenzwerte im Jahr 2019 ist erfreulich. Das zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind. Doch es besteht weiterhin hoher Handlungsbedarf“, so Bürgermeister Jürgen Huber.


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