12.12.2019, 11:19 Uhr

Treffpunkt Seniorenbüro Projekt „Grenzenlos – Migranten mit Zuhause vernetzt“ als eines von 40 Leuchtturmprojekten ausgezeichnet

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer freut sich über die Urkunde, die in Bonn feierlich überreicht wurde. (Foto: Stadt Regensburg, Peter Ferstl)Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer freut sich über die Urkunde, die in Bonn feierlich überreicht wurde. (Foto: Stadt Regensburg, Peter Ferstl)

Ältere Menschen beim Umgang mit digitaler Technik zu unterstützen, ist eines der Markenzeichen des Treffpunkt Seniorenbüro. Weil Migrantinnen und Migranten diese Angebote jedoch selten wahrnehmen, initiierte das Seniorenamt der Stadt das Projekt „Grenzenlos - Migranten mit Zuhause vernetzt“. Dieses Projekt wurde jetzt von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e. V. (BAGSO) als eines von 40 Leuchtturmprojekten ausgezeichnet.

REGENSBURG Am Tag des Ehrenamtes, an dem das Seniorenamt seine Ehrenamtlichen immer zu einem Filmnachmittag einlädt, verkündete Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer die erfreuliche Neuigkeit. „Dank der Unterstützung der vielen technikbegeisterten ehrenamtlich Engagierten zählt die Stadt Regensburg im Bereich ‚Technik für Ältere‘ bundesweit immer wieder zu den Kommunen, die innovative Projekte initiiert und vor allem nachhaltig umsetzt.“

„Das Projekt richtet sich an ältere zugewanderte Menschen, die hier erfahren, wie digitale Medien ihr Leben bereichern können“, so die Bürgermeisterin. „Dabei sind die Themen die gleichen wie in der analogen Welt: in Kontakt bleiben, Informationen finden, Wege sparen.“

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich das Projekt inzwischen als fester Bestandteil der Integrationsarbeit des TPS etabliert. „Wir haben erkannt, dass es am besten ist, wenn man die Angebote dort vorstellt, wo sich Menschen mit Migrationshintergrund treffen“, so die Erfahrung der Projektleiterin Silvia Berthold. „In Regensburg sind das zum Beispiel die Stadtteilprojekte. Dort gibt es zum Beispiel russische bzw. osteuropäische Gruppen. Und wenn Migrantengruppen spezielle Treffs haben, dann bieten wir die Schulungen dort an, auf Wunsch auch mit Ehrenamtlichen, die dolmetschen können.“ Letztlich will Berthold die verschiedenen Zielgruppen jedoch wieder zusammenführen: „Das Projekt soll ein Türöffner sein, um Migrantinnen und Migranten an die Standardangebote heranzuführen.“


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