27.09.2019, 14:48 Uhr

Das Urteil ist gesprochen Angriff mit dem Sushi-Messer – 57-Jähriger muss fünf Jahre in Haft

Der Angeklagte mit einem Dolmetscher und seinem Anwalt Michael Haizmann am Montag, 5. August, beim Prozessauftakt. (Foto: Ursula Hildebrand)Der Angeklagte mit einem Dolmetscher und seinem Anwalt Michael Haizmann am Montag, 5. August, beim Prozessauftakt. (Foto: Ursula Hildebrand)

22 Zentimeter lang war der Schnitt, den ein heute 57-Jähriger aus Vietnam am 6. Januar dieses Jahres seinem Landsmann im Laufe einer Gesellschafterversammlung in einem Lokal in der Ludwigstraße in Regensburg zufügte. Dafür wurde der Mann am Mittwoch, 25. September, vom Landgericht Regensburg zu fünf Jahren haft verurteilt.

REGENSBURG Die Kammer unter dem Vorsitz von Richter Michael Hammer sah es als erwiesen an, dass der Schnitt mit dem Sushi-Messer kein Unfall war. Dies nämlich hatte der Angeklagte behauptet. Durch die Verletzung – eine 22 Zentimeter lange und teilweise bis zu vier Zentimeter tiefe Schnittwunde – war das Opfer, der als Nebenkläger dem Prozess folgte, fast verblutet. Die Folgen sind bis heute spürbar – physisch wie psychisch.

Weil der Vietnamese nach dem Schnitt keinen weiteren Versuch unternahm, sein Gegenüber erneut zu verletzten, wertete die Kammer die Tat als gefährliche Körperverletzung und nicht – wie angeklagt – als versuchten Totschlag. Der 57-Jährige wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt.


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