13.09.2019, 12:06 Uhr

„Brummis im Blick“ Polizei stoppt 20-jährigen Azubi auf dem Weg zur Traktor-Weltmeisterschaft nach Österreich


Die Polizeidienststellen der Oberpfalz führten am Donnerstag, 12. September, in der Zeit von 6 bis 22 Uhr Lkw- und Omnibuskontrollen durch. Die Kontrollen in der Oberpfalz waren Teil der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben.“.

REGENSBURG Dabei standen insbesondere folgende Kernbotschaften im Focus der Kontrolleure: Lenk- und Ruhezeiten: Ausreichend schlafen und Pausen machen! – Technischer Zustand von Lkw: Bremsen und Reifen okay? Sichere Straßen durch sichere Fahrzeuge! – Ladung: Nicht zu viel laden und richtig sichern!

Die Einsatzkräfte aus der Oberpfalz überprüften insgesamt 402 Lkw- und Omnibusse. Davon mussten 106 beanstandet, bei 22 Fahrern musste zudem die Weiterfahrt untersagt werden. Zumeist auftretende Verstöße fanden sich bei den Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten), gefolgt von Geschwindigkeitsüberschreitungen, Ladungssicherungsverstößen, sowie Überschreitungen von Maßen und Gewichten. Auch der Leiter des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Norbert Zink, verschaffte sich mit weiteren Verantwortlichen vor Ort einen Überblick. Insgesamt waren vom Polizeipräsidium Oberpfalz 83 Beamte an insgesamt 19 stationären und mobilen Kontrollstellen im Einsatz.

Verkehrsunsicherer Kleinlaster aus Rumänien

Bei einem rumänischen Klein-Laster mit Anhänger, der auf der Fahrt von Großbritannien nach Rumänien war, wurde auf der Autobahn A93 am Parkplatz Riedtal bei Laaber in Fahrtrichtung Passau festgestellt, dass die Feststellbremse am Lkw und am Anhänger ohne jegliche Funktion war. Beim Lkw waren an der Vorderachse keine Bremsbeläge mehr vorhanden. Am Anhänger war auch noch die Betriebsbremse ohne Funktion. Bei drei von vier Rädern waren keine Bremsbeläge mehr vorhanden. Zudem wurde festgestellt, dass die Ladung nicht gesichert und ein Reifen ohne Druck war. Hier wurde die Weiterfahrt unterbunden und das Fahrzeug stillgelegt. Die Fahrer warten nun auf Hilfe aus Rumänien.

Drogenfahrt

Bei einem polnischen Lkw-Fahrer wurde auf dem selben Parkplatz festgestellt, dass er unter Drogeneinfluss stand. Der Fahrer viel auf, da er einen stark übermüdeten aber auch nervösen Eindruck machte. Ein Drogenschnelltest verlief positiv auf Amphetamine. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Beim Fahrer wurde eine Blutentnahme veranlasst. Nach der Beschuldigtenvernehmung und Bezahlung einer Sicherheitsleistung wurde er wieder entlassen. Den Lkw fährt nun ein Ersatzfahrer weiter.

Fahren ohne Fahrerlaubnis

Ein 20 jähriger Azubi im vierten Lehrjahr zum Landmaschinenmechatroniker war mit einer landwirtschaftlichen Zugmaschine (Fendt 828) und einem Tieflader-Anhänger, beladen mit zwei Oldtimer-Traktoren auf der Bundesstraße B20 bei Cham privat unterwegs zur Traktor-Weltmeisterschaft nach Österreich. Der deutsche Fahrzeugführer hatte lediglich die Führerscheinklasse C. Die Klasse CE für „schwere“ Anhänger fehlte, die ansonsten vorgewiesene Klasse T für Fahrten mit land- forstwirtschaftlichem Zweck war hier aber nicht ausreichend, da es sich hier um keine Fahrt im Sinne dieser Privilegierung handelte.


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