27.07.2019, 08:22 Uhr

Schusswaffengebrauch durch Einsatzkräfte Autofahrer entzieht sich der Polizeikontrolle und verletzt zwei Polizisten

(Foto: Alexander Auer)(Foto: Alexander Auer)

In der Nacht von Freitag auf Samstag, 26. auf 27. Juli, ereignete sich in Regensburg eine Nachfahrt unter Einsatzbedingungen. Bewohner informierten die Polizei über ein verdächtiges Fahrzeug. Als dieses kontrolliert werden sollte, flüchtete der Fahrer. Im weiteren Verlauf wurde ein Polizeibeamter angefahren. In diesem Zusammenhang gab die Polizei auch Schüsse auf das Fahrzeug ab. Die Kriminalpolizei ermittelt nun die Hintergründe.

WENZENBACH Am Samstag teilte eine Anwohnerin der Lappersdorfer Straße in Regensburg ein verdächtiges Fahrzeug in einem Hof mit. Laut der Mitteilung würde sich ein Mann darin befinden, der die umliegenden Häuser ausspähen soll. Als eine Streife der PI Regensburg-Nord das Fahrzeug gegen 0.40 Uhr kontrollieren wollte, flüchtete der Fahrer. Er befuhr die Lappersdorfer Straße stadtauswärts und fuhr von dort über den Lappersdorfer Kreisel auf die Bundesstraße B16 in Richtung Cham. Der Fahrer missachtete sämtliche Anhaltesignale des ihm nachfahrenden Polizeifahrzeugs. Bereits zu dieser Zeit stellte sich heraus, dass das Fahrzeug zur Fahndung ausgeschrieben war. Zur Unterstützung wurden mehrere Streifen der umliegenden Polizeidienststellen hinzugezogen.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen stieß der Fahrer auf der B16 mit seinem Fahrzeug gegen ein Polizeiauto, setzte seine Fahrt jedoch weiter fort. Kurz darauf fuhr er einen Polizeibeamten bei einem Anhalteversuch an, der dadurch leicht verletzt wurde. Ein zweiter Beamter wurde kurz darauf beim Zugriffsversuch auf das Fahrzeug ebenfalls leicht verletzt. Schließlich kam es zum Schusswaffengebrauch gegen das Fahrzeug, um die Weiterfahrt zu verhindern. Kurz vor der Ausfahrt Wenzenbach konnte der Mann letztlich angehalten und unverletzt sowie widerstandslos festgenommen werden. Zuvor ist er noch mit seinem Fahrzeug gegen das Heck eines Dienstfahrzeugs gestoßen.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 57-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz. Die Gründe für seine Flucht sind nun Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt.

Für die Dauer der Aufnahme musste die B16 für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg bittet in diesem Fall noch um weitere Zeugenhinweise. Wem ist in der Nacht von Freitag auf Samstag ein grauer Skoda im Bereich der Lappersdorfer Straße bzw. im Stadtnorden aufgefallen? Wer hat Beobachtungen gemacht, die im Zusammenhang mit dem Auto und seinem Fahrer stehen können? Hinweise bitte an die Telefonnummer 0941/ 506-2888.


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