26.07.2019, 09:03 Uhr

Alarmierungsserie in Regensburg Bei Gluthitze im Brandeinsatz in der Regensburger Innenstadt – so sehen echte Helden aus!

(Foto: Alexander Auer)(Foto: Alexander Auer)

Am Donnerstag, 25. Juli, wurde die Berufsfeuerwehr Regensburg zu einem Brand im Freien an einer Fassade alarmiert. Dies war der Beginn eines Einsatzes, den die gesamt Feuerwehr Regensburg bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages beschäftigten sollte und der Auftakt einer Alarmierungsserie im gesamten Stadtgebiet war, an der alle Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt beteiligt waren.

REGENSBURG Der Brand des Efeubewuchses an einer Fassade eines Altstadtgebäudes hatte bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits auf den Dachstuhl übergegriffen und es quoll dicker Rauch unter dem Blechdach hervor, das sich über zwei ausgebaute Dachgeschosse (Grundfläche über 100 m2) erstreckt. Neben dieser extrem ungünstigen baulichen Situation, kam noch dazu, dass das Gebäude lediglich von einer Seite mit der Drehleiter anfahrbar ist.

Es war sofort klar, dass dieser Einsatz extrem zeitaufwändig werden wird und ein massiver Personal- und Materialeinsatz notwendig werden wird, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen und ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Häuser zu unterbinden. Es wurde eine zweite Drehleiter in Einsatz gebracht, eine Wachbesetzung mit Personal von der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr organisiert, weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr an die Einsatzstelle alarmiert und weitere Kettensägen und Trennschleifer, sowie den Atemschutzcontainer an die Einsatzstelle alarmiert. Im Folgenden wurde das Blechdach Stück für Stück von innen und von außen geöffnet und der Brand im Dachstuhl bekämpft. Dabei waren teilweise fünf Trupps gleichzeitig im Innen- und Außenangriff tätig. Nachdem der Dachstuhl vollständig geöffnet war, das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte und die letzten Glutnester abgelöscht waren, konnte der Einsatz in der Früh um 4.30 Uhr Uhr beendet werden.

Der enorme Personal- und Materialeinsatz machte es notwendig, dass wirklich alle Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr und alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Regensburg alarmiert wurden und zum Einsatz kamen. Atemschutzgeräte und anderes Material wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Neutraubling und Deggendorf, von Infineon und BMW sowie dem THW zur Verfügung gestellt. Die Belastung für alle Einsatzkräfte war wegen der großen Hitze enorm und gerade auf die Getränkeversorgung musste viel Wert gelegt werden.

Neben diesem Dachstuhlbrand kamen in der Zeit von 16 bis 24 Uhr noch elf weiter Einsätze hinzu, bei denen die Einsatzkräfte von Kleinbrände über Wohnungsöffnungen und ausgelöste Brandmeldeanalgen bis zum Gasgeruch gefordert wurde. Außerdem kam es noch am Nachmittag zu einem Wohnungsbrand in der Dr. Held-Straße, wo es beim Eintreffen der Feuerwehr bereits dicker schwarzer Rauch aus dem Fenster der betroffenen Wohnung quoll und der Treppenraum verraucht war. Der Brand konnte mit einem C-Rohr unter Kontrolle gebracht werden.


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