11.07.2019, 18:51 Uhr

Keine Privatsache Ein Netz, das Opfer von häuslicher Gewalt auffängt

(Foto: Segl)(Foto: Segl)

Erst kürzlich kamen im Landratsamt Cham wieder die Mitglieder des Netzwerks „Gegen häusliche Gewalt im Landkreis Cham“ zum Fachaustausch zusammen. Verschiedenste Einrichtungen sind auch im Landkreis Cham mit dem tabubehafteten Thema von körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt im sozialen Nahraum, besonders in (Ex-)Partnerschaften, konfrontiert.

LANDKREIS CHAM Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Justiz und Weißem Ring, des Amtes für Jugend und Familie, der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, des Zentrums für Psychiatrie, der Notfallseelsorge und des Frauen-Notrufs berichteten von ihren Erfahrungen und gaben wertvolle Hinweise an die Netzwerkpartner weiter.

Allen gemeinsam ist es wichtig, an die Opfer zu appellieren, Wege aus der Gewalt zu suchen. Denn häusliche Gewalt ist keine Privatsache, sondern ein strafbares Delikt.

Die Broschüre „Unterstützung und Beratung bei häuslicher Gewalt im Landkreis Cham“ listet die wichtigsten Anlaufstellen mit Kontaktdaten auf und beschreibt die jeweilige Art der Hilfestellung. Das Heft liegt an vielen öffentlichen Stellen auf, zum Beispiel in Rathäusern und im Landratsamt Cham. Es kann sowohl von Betroffenen, als auch von Menschen, die helfen wollen, angefordert werden im Landratsamt Cham, Gleichstellungsstelle, Rachelstr. 6, 93413 Cham, gleichstellung@lra.landkreis-cham.de.

Für vertrauliche und auf Wunsch anonyme Gespräche kann man sich an die Gleichstellungsstelle unter der Telefonnummer 09971/ 78-360 oder den Frauen-Notruf unter der Telefonnummer 09971/ 79699 (rund um die Uhr) wenden.


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