13.06.2019, 21:35 Uhr

Sicher unterwegs Verkehrswacht fordert mehr Aufmerksamkeit für Radfahrer

Martin Seyfert, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Thomas Faltermeier, Landrätin Tanja Schweiger, Franz-Xaver Lindl, Markus Zinnbauer. (Foto: Harald Hillebrand)Martin Seyfert, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Thomas Faltermeier, Landrätin Tanja Schweiger, Franz-Xaver Lindl, Markus Zinnbauer. (Foto: Harald Hillebrand)

Am 1. Juni hatten der Landkreis und die Stadt Regensburg gemeinsam mit der Verkehrswacht Regensburg und der Polizei dazu eingeladen, sich über das Thema Verkehrssicherheit eingehend zu informieren. Besonders angesprochen wurden dabei Großeltern und Eltern mit kleinen Kindern. Über 100 Teilnehmer fanden sich ein.

LANDKREIS REGENSBURG Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Landrätin Tanja Schweiger, den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Regensburg, Franz-Xaver Lindl, den Vorsitzenden der Verkehrswacht Regensburg, Thomas Faltermeier und den Verkehrserzieher, Polizeihauptkommissar Martin Seyfert, informierten Fachleute der Verkehrswacht, der Polizei und des Fahrradcenters Stadler in drei kurzen Blöcken über die wichtigsten Verkehrsregeln und Neuerungen sowie über die häufigsten Fehler und natürlich auch über Möglichkeiten, diese zu vermeiden.

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bedankte sich für die Initiative der Landrätin, die angesichts des gestiegenen Verkehrsaufkommens große Bedeutung habe. Zwar dürften Kinder erst nach der Fahrradprüfung mit dem Rad zur Schule fahren, unabhängig davon seien sie aber bereits vorher oft auf zwei Rädern unterwegs. Daher sei es wichtig, Eltern und Großeltern auf die Gefahren hinzuweisen.

Landrätin Tanja Schweiger begrüßte die anwesenden Teilnehmer. Ihr besonderer Dank galt der Verkehrswacht, die nicht nur in Regensburg selbst, sondern auch landkreisweit mobil für mehr Verkehrssicherheit bei Kindern sorgt.

Zur Unterstützung des Engagements der Verkehrswacht überreichte Vorstandsvorsitzender Franz-Xaver-Lindl, der sich den Ausführungen von Landrätin Tanja Schweiger und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer anschloss, einen Scheck über 800 Euro an die Verkehrswacht.

Verkehrswachtvorsitzender Thomas Faltermeier bekräftigte, dass die Verkehrswacht seit Jahrzehnten intensive Unterstützung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in enger Zusammenarbeit mit der Polizei leiste. Er bedankte sich herzlich für die Spende der Sparkasse.

Reinhard Roderer von der Verkehrswacht wies darauf hin, dass es für Radfahrer sehr wichtig sei, das richtige Equipment und helle Kleidung mit Signalwirkung zu tragen. Erwachsene müssten sich dabei nicht nur für ihre eigenen Kinder, sondern auch für andere Kinder ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Er ging dabei auch auf die zehn goldenen Regeln im Straßenverkehr ein. Unter anderem sei ein verkehrssicheres Rad Pflicht, der Fahrradhelm müsse fest sitzen und regelmäßig überprüft werden, der tote Winkel sei zu beachten, man solle sich vor Geisterfahrten hüten und vor allem nicht unbedingt auf sein Recht pochen, denn der Radfahrer habe keine Knautschzone.

Polizeihauptmeister und Verkehrserzieher Martin Seyfert von der Polizeiinspektion Regensburg Süd präsentierte eine kurze Statistik. Demnach gab es im Jahr 2018 in Regensburg 415 Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren und die polizeilich aufgenommen wurden. 368 Radfahrer wurden verletzt. Im Jahr 2019 wurde ein Radfahrer bei einem Unfall tödlich verletzt. Er empfahl, Kinder vor der Radprüfung nicht alleine fahren zu lassen. Selbst nach der Radprüfung bedürfe es noch einer gewissen Übungszeit. Sinnvoll sei es, die Kinder vorausfahren zu lassen, um sie erstens korrigieren zu können, zu warnen und sich zweitens selbst nicht umdrehen und damit gefährden zu müssen. Wenn beide Eltern das Kind mit dem Rad begleiten, sei das Kind am besten in der Mitte aufgehoben. Er wies darauf hin, dass Kinder Entfernungen nicht richtig einschätzen, Geräusche schwer orten könnten und von Autos leicht übersehen würden; zudem sei der Bremsweg bei Kindern aufgrund der schlechteren Koordination um ein Vielfaches länger als bei Erwachsenen. Am Ende gelte auch hier: Übung macht den Meister.

Zum Abschluss erklärte Markus Zinnbauer von der Firma Stadler die Ausstattung eines sicheren Fahrrads am Objekt. Dabei wurde der Kettenschutz empfohlen, weil durch eingeklemmte Hosen oder Schuhbänder schwere Stürze provoziert werden können. Das Schutzblech am Rad schützt vor hochfliegendem Sand, Splitt, Steinen oder Regenwasser. Beleuchtung mit Dynamo oder Batterien, Reflektoren und Clips sind für ein sicheres Fahrrad unabdingbar. Am Ende stellte er noch den Kinderhelm bei teilnehmenden Kindern ein und zeigte, worauf es ankommt: Der Helm müsse fest sitzen.


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