27.05.2019, 12:08 Uhr

Die Polizei zieht Bilanz Sicherheitskonzept für die Dult greift – trotzdem gab es 34 Körperverletzungsdelikte

(Foto: Günter Staudinger)(Foto: Günter Staudinger)

Zum Ende der Regensburger Mai-Dult zieht auch die Polizeiinspektion Regensburg-Nord Bilanz über die vergangenen 17 Dult-Tage.

REGENSBURG Trotz der eher kühlen Wetterlage strömten wieder viele Besucher vor allem an den Wochenenden auf die Dult, um dort das bekannte Regensburger Volksfest zu genießen. Trotz teils heftigem Regen waren die Festzelte sehr gut besetzt und es wurde ausgelassen gefeiert, was letztendlich dann auch Anlass für polizeiliche Einsätze war.

Die polizeiliche Betreuung der Veranstaltung übernahm wie jedes Jahr die Polizeiinspektion Regensburg-Nord mit tatkräftiger Unterstützung durch die Einsatzzüge der Operativen Ergänzungsdienste aus Regensburg, Amberg und Weiden sowie Einsatzkräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Die Beamtinnen und Beamten sorgten mit großem Engagement für eine aus Sicht der Polizei sichere Dult. Gerade an den Wochenenden, an denen sehr viele Dultbesucher bereits nachmittags in Richtung Dultplatz strömten, sorgte die Polizei mit einer erhöhten Personalpräsenz für einen weitestgehend geordneten Ablauf. Beim Blick auf die Gesamtzahlen der Straftaten fällt besonders die Anzahl der Körperverletzungsdelikte ins Auge, wobei in der überwiegenden Mehrheit der Auseinandersetzungen so genannte einfache Körperverletzungsdelikte vorlagen. Insgesamt waren hier 34

Fälle zu bearbeiten. Hierunter fallen 26 Taten im Bereich der einfachen Körperverletzung sowie acht Taten von gefährlicher Körperverletzung.

Bei der Maidult musste kein Aufenthaltsverbot ausgesprochen werden. Ebenfalls als sehr positiv zu sehen ist, dass bei den durchgeführten Kontrollen kein Verstoß nach dem Waffengesetz festgestellt wurde.

Darüber hinaus führten Beamte der PI Regensburg-Nord gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Regensburg zu unterschiedlichen Zeiten Jugendschutzkontrollen auf und rund um das Festgelände durch. Hierbei kam es zu keinen Auffälligkeiten.

Auch der Inspektionsleiter, Erster Polizeihauptkommissar Ludwig Stegerer, zeigte sich zufrieden, dass das von der Stadt und der Polizei erarbeitete Sicherheitskonzept mit einem entsprechend erhöhten Personalansatz umgesetzt werden konnte. Weiter stellte er fest, dass gemessen an der enormen Gesamtzahl der Dultbesucher sicherlich nur ein geringer Teil der Dultbesucher straffällig geworden ist. Festzustellen ist aber auch, dass 66 registrierte und nun abzuarbeitende Straftaten sehr viele sind und die meisten der Straftäter bei der Tat alkoholisiert waren. Als besonders negativen Vorfall ist ein körperlicher Angriff eines 29-jährigen Deutschen auf einen Mitarbeiter des Rettungsdienstes zu benennen. Der Rettungsdienst brachte eine verletzte Person am 25. Mai gegen 22 Uhr mittels Trage zur Wache. Nachdem der 29-Jährige leicht von der Trage berührt wurde, beleidigte dieser zuerst den Sanitäter und schlug dann mit der flachen Hand auf diesen ein. Auffallend war weiter, dass alle der sieben verzeichneten Trunkenheitsfahrten durch Radfahrer begangen wurden, die über der für Fahrräder geltenden Höchstgrenze von 1,6, Promille lagen.

Damit war die Regensburger Maidult für die Polizei wieder zwei einsatzintensive Wochen, an denen aber auch Tausende gezeigt haben, dass man ausgelassen feiern kann, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.


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