25.04.2019, 12:58 Uhr

41 Rinder sterben bei Stallbrand bei Waldmünchen – Tierrechtsorganisation erstattet Strafanzeige

(Foto: smereka/123RF)(Foto: smereka/123RF)

Am 16. April sind in Hirschhöf bei Waldmünchen 40 Kälber und eine Kuh bei einem Stallbrand ums Leben gekommen. Die Tiere konnten nach Ausbruch des Feuers nicht rechtzeitig evakuiert werden.

WALDMÜNCHEN/LANDKREIS CHAM Die Organisation „Peta“ hat nun bei der Staatsanwaltschaft Regensburg Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet. „Aufgrund mutmaßlich unzureichender Brandschutzmaßnahmen wurde möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Rinder qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen. Die Tierschutzorganisation dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrmitarbeitern und allen Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt haben“, so eine Mitteilung am Donnerstag, 25. April.

„Jedes Tier, das bei einem Stallbrand stirbt, wird grob fahrlässig getötet“, so Lisa Kainz, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei „Peta“. „Der Brandschutz wird bei vielen Tierställen nicht ernst genommen. Außerdem: Wenn viele Tiere in einem Stall eingesperrt sind, ist es schlicht unmöglich, Soforthilfe zu leisten. Dieses Risiko ist den Betreibern bewusst.“

„Peta“ kritisierte in der Vergangenheit wiederholt die bestehenden Brandschutzverordnungen, da ein Schutz der Tiere so gut wie nicht geregelt sei. Zudem würden in der Praxis meist selbst diese unzureichenden Schutzmaßnahmen nicht umgesetzt. Durch eine kritische Lage der Löschwasserversorgung komme es bei derartigen Bränden häufiger zu Zeitverzögerungen, die die Rettung der Tiere verhinderten. „Es ist noch zu ermitteln, ob dies auch beim aktuellen Einsatz der Fall war.“

Hier geht‘s zur Meldung der Polizei über den Brand:

Stall steht in Flammen – 40 Kälber und eine Kuh kommen zu Tode


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