11.04.2019, 10:12 Uhr

Gut aufgestellt Keine Zusammenlegung der beiden Polizeiinspektionen in Regensburg

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Die beiden Polizeiinspektionen im Stadtgebiet Regensburg bleiben. Das hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bekannt gegeben. „Die Polizeiinspektionen Regensburg Nord und Regensburg Süd werden nicht zusammengelegt“, erklärte Herrmann. Hintergrund waren Vorüberlegungen des Polizeipräsidiums Oberpfalz, durch die Zusammenführung der Polizeiinspektionen und die Zusammenlegung von Verwaltungsaufgaben freiwerdende Kapazitäten beispielsweise zur Erhöhung der Streifenpräsenz zu nutzen.

REGENSBURG Zum einen verwies Herrmann auf die positive Kriminalitätsentwicklung in Regensburg. Dies sei insbesondere der hervorragenden Arbeit der beiden Regensburger Polizeiinspektionen zu verdanken. Außerdem bietet die Lage der Polizeiinspektion Regensburg Nord deutliche Vorteile bei der Bewältigung von Einsatzlagen, beispielsweise im Zusammenhang mit der zweimal im Jahr stattfindenden Regensburger Dult. Darüber hinaus schätzen die Bürgerinnen und Bürger im Regensburger Stadtnorden die umfangreich vorhandenen Parkmöglichkeiten im direkten Umgriff der Polizeiinspektion Regensburg Nord. „Insoweit sind wir mit dem Polizeipräsidium übereingekommen, dass es derzeit besser ist, beide Dienststellen in Regensburg wie bisher zu erhalten“, betonte Herrmann.

Nach Herrmanns Worten ist die Kriminalitätsbelastung im Stadtgebiet Regensburg im Zehnjahresvergleich um knapp 15 Prozent auf 8.428 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2009: 9.866) zurückgegangen. „Das zeigt, dass die Regensburger Polizei auch mit der derzeitigen Organisation gut aufgestellt ist“, erläuterte Herrmann und lobte das ausgezeichnete Engagement der Regensburger Polizistinnen und Polizisten.

Laut Innenminister schreiten die Renovierungsarbeiten am Gebäude der Polizeiinspektion Regensburg Süd voran und werden noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Mit Blick auf die zusätzlichen Raumkapazitäten kündigte Herrmann an, dass damit das Polizeipräsidium Oberpfalz die Möglichkeit hat, den Raumbedarf verschiedener Polizeidienststellen und Organisationseinheiten im Stadtgebiet Regensburg auszugleichen. Außerdem wies Herrmann darauf hin, dass die Bayerische Polizei in den Jahren von 2017 bis 2023 insgesamt 3.500 zusätzliche Planstellen erhalten soll, von denen auch die Regensburger Polizei profitieren kann. Ein bayernweites Gesamtkonzept zur Verteilung zusätzlicher Stellen soll bis Mitte 2020 vorliegen. „In diesem Zusammenhang wird dann auch entschieden, wie ein etwaiger Personalzuwachs der Regensburger Polizei räumlich untergebracht werden kann“, so der Minister.


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