11.04.2019, 09:25 Uhr

Kriminal- und Verkehrsstatistik 2018 Polizeiinspektion Regenstauf stellt 2018 1.152 Kriminalstraftaten fest

(Foto: Marcel Mayer)(Foto: Marcel Mayer)

Im Jahr 2018 wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Regenstauf in den neun Gemeinden (Regenstauf, Lappersdorf, Kallmünz, Duggendorf, Holzheim am Forst,

REGENSTAUF Somit konnte erneut ein relativ deutlicher Rückgang der Straftaten im Jahr 2018 festgestellt werden. Die Aufklärungsquote war im Jahr 2018 mit 64,2 Prozent (Vorjahr 66,9 Prozent) nur leicht rückläufig.

Kriminalitätsentwicklung in einzelnen Deliktsbereichen:

Die Straftaten im öffentlichen Raum, die der Straßenkriminalität zugerechnet werden (Gewaltdelikte, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Diebstähle rund um das

Kraftfahrzeug), die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung besonders positiv oder negativ beeinflussen, sind im Jahr 2018 im Dienstbereich wieder leicht auf 227 Fälle (Vorjahr 206 Fälle) angestiegen. Weiterhin ist festzuhalten, dass es im Bereich der Straßenkriminalität im Jahr 2018 auch zu keinen schwerwiegenden oder besonders aufsehenerregenden Straftaten (zum Beispiel Gewaltdelikte oder Überfälle) im Dienstbereich gekommen ist. Auch bei den Sachbeschädigungsdelikten setzte sich der Trend von in etwa gleichbleibenden Kriminalitätszahlen fort. Auffälligkeiten waren hier ebenfalls nicht vorhanden.

Erfreulich ist in diesem Jahr die Entwicklung bei den Körperverletzungsdelikten. Im Jahr 2018 ging die Zahl in diesem Deliktsbereich erneut leicht auf 171 Fälle (Vorjahr 180)

Fälle zurück. Damit wurde der niedrigste Stand seit 2014 erreicht. In lediglich 27 Fällen (gefährliche Körperverletzungen) wurden bei diesen Straftaten gefährliche Gegenstände oder Waffen bei den Angriffen auf andere Personen eingesetzt oder die Tatverdächtigen schlugen gemeinsam auf ihr Opfer ein. Dies ist ein Rückgang um 28,9 Prozent

im Vergleich zum Vorjahr (38 Fälle).

Im Deliktsbereich der Diebstahlskriminalität (einfache und schwere Diebstähle mit Ladendiebstahl) waren im Berichtszeitraum 303 Straftaten (Vorjahr 365 Fälle) zu bearbeiten.

Im Deliktsbereich Wohnungseinbruchdiebstahl, der das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung besonders negativ beeinflusst, konnte im Jahr 2018 ein erheblicher Rückgang registriert werden. Im Jahr 2018 waren in diesem Deliktsbereich lediglich drei Fälle (Vorjahr 17 Fälle) zu bearbeiten. Die verstärkte polizeiliche Präventionsarbeit und die Erhöhung des Fahndungsdruckes durch verstärkte Streifentätigkeit von Beamten der Polizeiinspektion Regenstauf trug hier erkennbar zum Rückgang der Fallzahlen bei. Auch haben viele Bürger durch finanzielle Investitionen im Zusammenhang mit der Sicherung ihrer Häuser und Wohnungen einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls geleistet. Die Fachberater der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg leisteten hierzu ebenfalls einen wertvollen Beitrag zur Prävention.

Im Deliktsbereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte (Betrug, Urkundenfälschung) war im Berichtszeitraum ein weiterer Rückgang feststellbar. Es waren 152 Fälle (Vorjahr

183 Fälle) zu bearbeiten.

Die Rauschgiftkriminalität nahm im Jahr 2018 auf 46 Fälle (Vorjahr 53 Fälle) ab. Dies erklärt sich insbesondere dadurch, dass dieser Deliktsbereich sehr stark von Kontrollmaßnahmen der Polizei beeinflusst wird, da das hohe Dunkelfeld nur durch entsprechend häufige Kontrollen aufgehellt werden kann. Durch eine verstärkte Kontrolltätigkeit soll der Beschaffungskriminalität (insbesondere Diebstahlskriminalität), mit der Drogenabhängige häufig ihre Sucht finanzieren, entgegengewirkt

werden.

Wegen Verletzung von strafrechtlichen Nebengesetzen (zum Beispiel Waffengesetz, Sprengstoffgesetz, Tierschutzgesetz, Urheberrecht, unter anderem) mussten in 89 Fällen (Vorjahr 92 Fälle) Anzeigen bearbeitet werden. Im Zusammenhang mit dem Aufenthaltsgesetz kam es Berichtsjahr zu fünf Straftaten (Vorjahr zwei Straftaten).

Wegen Verletzung von strafrechtlichen Nebengesetzen (zum Beispiel Waffengesetz, Sprengstoffgesetz, Tierschutzgesetz, Urheberrecht, unter anderem) mussten in 92 Fällen (Vorjahr 89) Anzeigen bearbeitet werden.

Insgesamt konnten im Berichtszeitraum zu den registrierten Kriminalstraftaten 621 Tatverdächtige (Vorjahr 632) ermittelt werden.

Verkehrsunfallstatistik:

Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Regenstauf ereigneten sich im letzten Jahr 1.444 Verkehrsunfälle (Vorjahr 1.409). Im Bereich der Bundesautobahn A93, die in einem Teilbereich durch den Dienstbereich verläuft, mussten im Berichtsjahr zusätzlich 182 (Vorjahr 147) Verkehrsunfälle aufgenommen werden. Bei 959 Verkehrsunfällen (Vorjahr ebenfalls 959) handelte es sich zum Glück lediglich um Kleinunfälle ohne Personenschaden. Bei diesen Unfällen waren in 612 Fällen auch Wildtiere beteiligt. Bei fünf Unfällen mit Wild wurden auch Personen leicht verletzt (Vorjahr 1). Bei 189 Verkehrsunfällen (Vorjahr 174) wurden Personen verletzt und mussten teilweise auch in Krankenhäuser zur stationären Behandlung eingeliefert werden. In 233 Fällen (Vorjahr 211) entfernte sich der Unfallverursacher unerlaubt von der Unfallstelle. In 83 Fällen konnte der Verursacher nachträglich ermittelt und angezeigt werden.

Bei zwei schweren Verkehrsunfällen wurden im Jahr 2018 leider zwei Verkehrsteilnehmer getötet. Hierbei handelte es sich um einen Motorradfahrer und einen Fahrzeuglenker.

Im Jahr 2018 mussten im Gemeindebereich Regenstauf und im Gemeindebereich Bernhardswald jeweils ein Schulwegunfall mit zum Glück nur leichtverletzten Kindern aufgenommen werden.

Insgesamt waren im Bereichtszeitraum 31 Alkohol- und Drogenfahrten, die insbesondere bei Verkehrskontrollen auffielen (Vorjahr 76), zu bearbeiten. Bei zehn Verkehrsunfällen (Vorjahr neun) wurde bei der Unfallaufnahme festgestellt, dass der Fahrzeugführer unter Alkoholeinfluss stand.

Besondere Unfallschwerpunkte waren, außer dem Lappersdorfer Kreisel, im Dienstbereich nicht zu erkennen. Hauptunfallursachen waren: Fehler beim Abbiegen, Rückwärtsfahren und Wenden, Ein- und Anfahren, das Nichtbeachten der Vorfahrt, Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fehler beim Überholen, ungenügender Sicherheitsabstand, Alkoholeinfluss im Straßenverkehr und Ablenkung im Straßenverkehr

Die Polizeiinspektion Regenstauf führte im Rahmen des bayernweiten Verkehrssicherheitsprogrammes im Laufe des Jahres 2018 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mehrere Präventionsveranstaltungen und Kontrollaktionen durch. Hierbei wurden insbesondere Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie Überhol- und Vorfahrtsverstöße

geahndet. Ein besonderes Augenmerk wurde auch auf die Einhaltung der Gurtanlegepflicht für die Fahrzeuginsassen und auf das bestehende Handyverbot für Fahrzeugführer

gelegt.


0 Kommentare