05.04.2019, 15:01 Uhr

Frech 18-jähriger Schwarzfahrer wird renitent gegen Kontrolleur und Bundespolizei

Die Station der Bundespolizei am Regensburger Hauptbahnhof. Foto: EcklDie Station der Bundespolizei am Regensburger Hauptbahnhof. Foto: Eckl

Ein 18-jähriger, streitbarer Iraker ohne Fahrschein verweigert die Abgabe seiner Personalien, als ihn ein Kontrolleur in der Bahn erwischte. Doch nicht nur das: Bei der Bundespolizei wollte er das auch nicht tun. Die Ausländerbehörde ist über seine Straftaten informiert.

REGENSBURG Am späten Donnerstagabend, 4. April, kurz vor Mitternacht kontrollierte ein Zugbegleiter in einem Regionalexpress von Passau nach Regensburg auf Höhe Obertraubling einen jungen Iraker. Da der junge Mann keinen Fahrschein vorweisen konnte, wollte der Zugbegleiter die Personalien für eine Fahrpreisnacherhebung aufnehmen. Doch dies verweigerte der Mann, ebenso kam er der mehrmaligen Aufforderung die Füße vom Sitz zu nehmen nicht nach. Der Zugbegleiter informierte deshalb die Bundespolizei.

Doch auch am Bahnhof Regensburg blieb der renitente Fahrgast gegenüber den Bundespolizisten uneinsichtig und weigerte sich seine Personalien anzugeben. Stattdessen zeigte er sich aggressiv und widersetzte sich der polizeilichen Weisung zur Feststellung seiner Personalien zur Dienststelle mitzukommen. Nur unter Anwendung körperlicher Gewalt gelang es schließlich bei heftiger Gegenwehr und mehreren Fluchtversuchen den Mann auf die Wache der Bundespolizei zu verbringen. Dabei spuckte er den Zugbegleiter an.

Auf der Wache stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann um einen 18-jährigen Iraker handelt dessen Abschiebung ausgesetzt ist und dessen Aufenthalt in Deutschland derzeit nur geduldet ist.

Polizeilich ist der 18-Jährige kein unbeschriebenes Blatt. Bereits mehrfach ist er mit dem deutschen Gesetz in Konflikt geraten. Nun kommen weitere Strafanzeigen hinzu. Beleidigung, Erschleichen von Leistungen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Nach Abschluss der Sachbearbeitung wurde der 18-Jährige auf freien Fuß gesetzt. Die Ausländerbehörde wurde über den Sachverhalt und die Einleitung eines Strafverfahrens informiert.