29.03.2019, 13:42 Uhr

Bahnanlagen sind keine Spielplätze Gefährlicher Unfug – zwei zehnjährige Kinder legen Steine auf die Bahngleise


Mitte Februar 2019 legten auf der Bahnstrecke Regensburg-Nürnberg im Bereich Sengenthal zunächst unbekannte Täter mehrere Schottersteine auf die Gleise auf. Ein Regionalexpress überfuhr die Steine, ehe er anhalten konnte. Der Lokführer des am Gegengleis anfahrenden und vom Fahrdienstleiter vorgewarnten ICE hielt an, stieg aus und entfernte mehrere Schottersteine von den beiden Schienenköpfen.

NEUMARKT Grundsätzlich bilden aufgelegte Gegenstände, egal welcher Art, eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Bahnverkehr und damit für die Nutzer der Bahn. Darüber hinaus bringen sich mögliche Täter selbst in Gefahr. Dieser Streckenabschnitt befindet sich überdies in einer langgezogenen und unübersichtlichen Kurve. Zudem verkehren sehr schnelle ICE-Züge. Der Gesetzgeber hat gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr unter hohe Strafe gestellt. Es drohen Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Ermittler des Bundespolizeireviers Regensburg konnten die Täter mittlerweile feststellen. Es handelt sich im konkreten und in einem vorangegangenen Fall um zwei zehnjährige Kinder, die die Gefährlichkeit ihres Handeln offensichtlich noch nicht abschätzen konnten. Aufgrund ihres Alters sind beide noch strafunmündig. Dennoch, es handelt sich um Straftaten. Mittlerweile hat der zuständige Ermittler die beiden Kinder sowie deren Eltern zu dem Vorfall befragt. Auch hat ein Präventionsbeamter des Bundespolizeireviers Regensburg an Schulen im Einzugsbereich zu den Gefahren an Bahnanlagen unterrichtet.

Die Bundespolizei weist nochmals ausdrücklich auf die Gefährlichkeit derartigen Handelns hin. Eltern und Erziehungsberechtigte sind aufgefordert mit ihren Kindern über Gefahren an Bahnanlagen zu sprechen. Bahnanlagen sind keine Spielplätze!


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