16.03.2019, 12:44 Uhr

Einsatz in Regensburg Kran droht umzustürzen – die Einsatzkräfte ordnen den Abbau an!


Diese Baustelle in Regensburg ist ein Ärgernis für viele Anwohner, nicht nur, weil sie die Preise am Oberen Wöhrd noch weiter in die Höhe treibt – jetzt mussten Anwohner evakuiert werden.

REGENSBURG Der Grund: Der große Kran droht umzufallen. Deshalb muss der Kran offenbar abgebaut werden. Anwohner stehen um den Kran am Einsatzort, wissen nicht, wie lange der Einsatz dauert. Bislang ist die Rede von 16 bis 17 Uhr am Samstagnachmittag, 16. März.

Der Kran neigt sich derzeit erschreckend. Die Rettungskräfte müssen offenbar schnell handeln. Fraglich ist, ob der Untergrund an der Stelle überhaupt für eine solche schwere Baumaschine geeignet ist. „Das ist mitten im Hochwassergebiet, wir dürfen hier nicht einmal eine Hundehütte aufstellen“, sagt eine betroffene Anwohnerin.

An den Mauern der umstehenden Gebäude kann man gut erkennen, wie schief der Kran bereits steht. Die Feuerwehr hat einen Großeinsatz ausgelöst. Immer wieder kamen Anwohner oder Sportler an die Absperrung und wollten diese passieren. „Das ist eine Absperrung“, mussten die Rettungskräfte häufig hinwiesen. Wer von der Brückenseite auf den RT-Platz möchte, kann derzeit die Allee an der Donau entlang nutzen. Die Oberpfalzbrücke ist übrigens vom Oberen Wöhrd aus erreichbar. Man kommt nur nicht von der Lieblstraße zum RT.

UPDATE 12.55 Uhr

Der Einsatzleiter der Feuerwehr sagte dem Wochenblatt, dass nun die Baufirma und auch ein zuständiger Mitarbeiter der Firma, die für den Kran verantwortlich zeichnet, vor Ort erwartet wird. „Wir werden zunächst mit Hilfe eines Autokrans den Kran versuchen, zu stabilisieren.“ Auf die Frage hin, ob der Kran abgebaut werden muss, sagte der Einsatzleiter: „Das entscheiden wir nach der Stabilisierung durch den Autokran.“ So, wie es aussehe, „hat tatsächlich der Untergrund nachgegeben. Ich bin aber kein Baustatiker“, so der Feuerwehr-Einsatzleiter.

Übrigens hatte ein Handwerker auf einer benachbarten Baustelle die Feuerwehr alarmiert. Er hatte gesehen, dass sich der Kran erschreckend neigt. Die Betongewichte und der offenbar nachgebende Boden ließen den Kran in Richtung RT neigen.

Eine der evakuierten Anwohnerinnen ist übrigens die CSU-Politikerin und Ministeriums-Spitzenbeamtin Astrid Freudenstein. Zusammen mit ihrer Familie musste sie ihr Haus verlassen.

UPDATE: Der Kran muss abgebaut werden. Doch die Evakuierung der direkten Anwohner wurde offenbar aufgehoben, da der Kran zwischenzeitlich gesichert werden konnte. Fahrzeuge können die Stelle aber weiterhin nicht passieren, da für den Abbau des Krans schweres Gerät herbei gefahren werden musste. Die Einsatzkräfte vor Ort sagten offenbar zu den Anwohnern, dass der Kran durchaus abenteuerlich aufgestellt war. Die Verantwortlichen werden sich in den kommenden Tagen einige Fragen anhören dürfen – vor allem auch die Stadt: Wie kann es sein, dass ein Kran auf diese Art und Weise aufgestellt werden kann, besonders an der Stelle auf einer Insel wie dem Oberen Wöhrd?


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