24.01.2019, 19:59 Uhr

Erneute Evakuierung Die verflixte Weltkriegs-Bombe kann noch nicht entschärft werden!

Die 250-Kilo-Bombe konnte am Donnerstagabend nicht entschärft werden. (Foto: Auer)Die 250-Kilo-Bombe konnte am Donnerstagabend nicht entschärft werden. (Foto: Auer)

Die am Donnerstag gefundene Weltkriegs-Bombe konnte bis zum Abend nicht entschärft werden. Am Freitag muss der Sprengmeister nochmals ran!

REGENSBURG Eine 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Donnerstag 2.200 Menschen in Regensburg auf Trab gehalten. Die Bombe wurde gegen 9.15 Uhr entdeckt und um 14 Uhr am Nachmittag die Evakuierung angeordnet. Zwar betrug der Evakuierungsradius lediglich 300 Meter, aber Regensburg ist nirgendwo so dicht besiedelt wie im Stadtteil Königswiesen. Das Areal liegt in einem nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Baugebiet, in dem Regensburg in den 70er Jahren in den Himmel wuchs – die Hochhäuser-Skyline wird von den Domstädtern gerne „Klein Manhattan“ genannt. Auch drei Studentenwohnheime war von der Evakuierung betroffen: das Wohnheim Friedrich-Ebert-Straße, das Dr.-Gessler-Heim sowie das Dr.-Johann-Hiltner-Heim. Da derzeit Prüfungsphase an der Uni und der Technischen Hochschule ist, waren die Studenten nicht gerade begeistert davon, dass sie ihre Zimmer im Heim für ein paar Stunden aufgeben mussten. Denn gleich drei Wohnheime waren von der Maßnahme betroffen. Doch die Evakuierungs-Anordnung, die der Sprengmeister angeordnet hatte, galt für alle, die sich am Donnerstagnachmittag in dem Radius befanden: Der Supermarkt musste ebenso schließen wie der Kindergarten, die Arbeiter der Großbaustelle, an der derzeit ein weiteres umstrittenes großes Gebäude gebaut werden soll, mussten ihr Werkzeug ablegen und die Baustelle verlassen.

Und das meldete die Polizei:

Der Sperrbereich um die Bombe ist wieder freigegeben, eine Entschärfung war jedoch aus technischen Gründen nicht möglich. Die am Donnerstag in den Morgenstunden aufgefundene 250-Kilo-Fliegerbombe sollte nach erfolgten Evakuierungsmaßnahmen um 17:28 Uhr entschärft werden. Die Entschärfung musste jedoch aus technischen Gründen um 19 Uhr abgebrochen und Spezialwerkzeug aus Thüringen angefordert werden. Da Transport und Aufbau des Gerätes vier bis fünf Stunden in Anspruch nimmt, wurde durch die Einsatzleitung beschlossen, die Entschärfung am Freitagfortzuführen.

Die Evakuierungsmaßnahmen im Sperrkreis von 300 Meter um den Fundort beginnen am 25. Januar um 13.30 Uhr. Es sind dieselben Anwesen wie am Donnerstag betroffen. Anwohner und Angestellte der umliegenden Firmen werden gebeten, den betroffenen Bereich frühzeitig zu verlassen, sodass die Evakuierung zügig vonstatten gehen kann. Die Betreuungsstelle wird wieder im Von-Müller-Gymnasium in der Erzbischof-Buchberger-Allee 21 sein. Der Schulunterricht im VMG findet morgen trotzdem statt.

Die Busse der Linien 4 und 10 werden auch am Freitag ab 13.30 Uhr nicht mehr planmäßig fahren und ersatzweise werden Shuttlebusse zur Betreuungsstelle eingesetzt. Das Bürgertelefon der Stadt Regensburg ist am Donnerstag bis 21 Uhr unter den Telefonnummern: 0941/507-1322 und 0941/507-5323 geschaltet, am Freitag ab 8 Uhr unter der 0941/507-2326. Die Bombe ist abgesichert und wird bewacht, sodass für Anwohner keinerlei Gefahr besteht.