20.01.2019, 08:48 Uhr

Das wird teuer Seniorin liefert Grafitti-Sprayer (14 und 15) der Polizei ans Messer

Nilpferd an der Wand Foto: ce (Foto: Christian Eckl)Nilpferd an der Wand Foto: ce (Foto: Christian Eckl)

Am Samstag, 19. Januar, gegen 16.30 Uhr beobachtete eine Anwohnerin, die seit vielen Jahrzehnten in der Baltenstraße lebt, wie sich mehrere Personen mit Farbsprühdosen an der nahegelegenen Lärmschutzwand an der Pilsenallee zu schaffen machten.

Durch mehrere gleich gelagerte Sachbeschädigungen durch Graffiti, die zwischen Mai 2018 und Januar 2019 dort und auch gegenüber am Haidhofweg zu beklagen waren, war die Seniorin auf der Hut und alarmierte unverzüglich die Polizei.

Eine Zivilstreife des Polizeipräsidiums Oberpfalz und eine uniformierte Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Regensburg Nord nahmen die Täter „in die Zange“. Nach etwa 800 Metern Verfolgung zu Fuß und im Dienstfahrzeug konnten die Beamten zwei flüchtige Radfahrer festnehmen. Während ein 15-jähriger Regensburger aus dem Bereich der Westnerwacht die Sinnlosigkeit einer weiteren Flucht erkannt hatte, versuchte ein 14-jähriger Wenzenbacher weiter vor der Polizei zu flüchten und musste festgehalten werden.

Bei beiden konnten, sowohl bei mitgeführten Gegenständen als auch in ihren Wohnungen, umfangreiche Beweismittel und Tatmittel sichergestellt werden, die auch Aufschlüsse auf frühere Taten des Duos geben. Sie wurden im Beisein von Erziehungsberechtigten als Beschuldigte vernommen und dann an ihre Familien übergeben.

Da den beiden jungen Männern altersgemäß vom Gesetzgeber zugetraut wird, die Folgen ihrer Handlungen so weit zu überblicken, dass sie bewusst anderen schaden können, müssen sie daher für ihre Handlungen die strafrechtliche Verantwortung übernehmen. Zudem kommen erhebliche zivilrechtliche Forderungen auf die beiden zu, denn pro Quadratmeter Fläche können schnell Reinigungskosten von 150 Euro und mehr fällig werden. Da der Wenzenbacher zudem ein sogenanntes „Einhandmesser“ unberechtigt mitführte, erwartet ihn zudem eine Anzeige nach dem Waffengesetz. Die Eltern der beiden „Künstler“ waren überhaupt nicht erfreut.