26.11.2018, 12:35 Uhr

Drei Stunden im Einsatz Großeinsatz im Josefskrankenhaus – ätzendes Desinfektionsmittel läuft in der Notaufnahme aus!

Stark äzendes Desinfektionsmittel läuft in Notaufnahme im Krankenhaus St. Josef aus. Foto: Auer (Foto: Alexander Auer)Stark äzendes Desinfektionsmittel läuft in Notaufnahme im Krankenhaus St. Josef aus. Foto: Auer (Foto: Alexander Auer)

Gegen 9 Uhr Montagvormittag kam es im Caritas Krankenhaus St. Josef in Regensburg zu einem Großeinsatz an Feuerwehr und Rettungskräften. Aus der Notausnahme gab es einen Notruf, dass stark ätzendes Desinfektionsmittel „Peressigsäure“ in einem Raum ausgelaufen sei.

REGENSBURG Wie Nicolas von Oppen, Geschäftsführer des Cartias-Krankenhauses in Regensburg vor Ort bestätigt „gibt es einige Mitarbeiter die auch leichte Reizungen haben, diese werden gerade ärztlich untersucht“. Der Gefahrstoffzug der Berufsfeuerwehr Regensburg sowie die freiwilligen Feuerwehren aus Burgweinting und Oberisling wurde zur Unterstützung an die Einsatzstelle alarmiert. Mit Chemikalien-Schutzanzügen konnten die Feuerwehrkräfte unter schweren Atemschutz die evakuierte Notaufnahme betreten.

Mit einem spiziellen Lüfter wurden Schläuche nach draußen gelegt, um die möglicherweise kontaminierte Luft aus dem Geäude abzusaugen. Ebenfalls wurde eine Dekontaminationsstelle von den Einsatzkräften der Feuerwehr vor dem Gebäude errichtet. Das auslaufende Mittel konnte von der Feuerwehr anschließend behutsam geborgen werden. Dr. Andreas Hüfner, Ärztlicher Leiter der Notaufnahme erklärt vor Ort, dass der Stoff stark ätzend sei und vor allem für den Kontakt mit der Haut oder den Augen bzw. den Atemwegen gefährlich sei. Glücklicherweise hatten nach aktuellen Informationen nur drei Mitarbeiter leichte Beschwerden davon getragen. Dr. Hüfner erklärte erleichtert, dass hier zum Glück keine weitere Therapie erforderlich sei und Gott sei Dank auch keine Patienten zu Schaden gekommen sind. Nicolas von Oppen lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften und dem Krankenhaus ausdrücklich. Gegen 11.30 konnten die Einsatzkräfte schließlich Entwarnung geben. Der auslaufende Stoff konnte in der Notaufnahme beseitigt werden und somit die Gefahr gebunden werden.

Die Notaufnahme musste für rund drei Stunden komplett geschlossen bleiben.