07.11.2018, 08:58 Uhr

Nervenaufreibendes Unterfangen Millimeterarbeit – 120-Tonnen-Schwertransporter kämpfen sich durch Regensburg

(Foto: (c) Alexander Auer)(Foto: (c) Alexander Auer)

Bereits vor vier Tagen war an ein Weiterkommen der beiden extremen Schwertransporte vor den Toren Regensburgs aufgrund von den Ausbauarbeiten der Autobahn A3 nicht mehr zu denken. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 6. auf 7. November, wagten die Experten das nervenauftreibende Rangieren der beiden jeweils über 54 Meter langen und rund 120 Tonnen schweren Schwertransporter.

REGENSBURG Im Schneckentempo und nach ausgiebigen Vorbereitungen steuerten die Fahrer die Riesigen Ungetümer durch die Straßen Regensburgs. Einige Kräfte der Verkehrspolizei Regensburgs sicherten die Rangierarbeiten ab. Mehr als fünf Stunden zogen sich diese Arbeiten. Teilweise in Millimeterarbeit mussten die riesigen Windradbauelemente an Verkehrsschilder, Ampeln sowie Straßenlaternen vorbeigelotst werden. Aufgrund der sehr engen Straßenverhälnisse kam hier der Konvoi oft ins Stocken. An der Kreuzung Leibnitzstraße und der Max-Planck-Straße stockte der Konvoi dann schließlich für rund 1,5 Stunden. Bei dem Abbiege-Versuch in Richtung Autobahnauffahrt in Fahrtrichtung Passau, hatte sich der erste Schwertransporter festgefahren. Auch nach einigen Rangier-Versuchen, klappte das Abbiegen nicht. Nach rund 1,5 Stunden und einigen Überlegungen, entschieden sich die Experten dann schließlich, rückwärts in Richtung Autobahnzubringer weiter zu rangieren. Durch diesen simplen Trick gelang nach einigen Stunden den Arbeitern den Konvoi wieder in Bewegung zu bringen. Die Max-Planck-STraße sowie einige weitere kleineren Straßen mussten aufgrund dieser Aktion von den Polizeikräften komplett gesperrt werden. Gegen 2 Uhr gelang es dann dem ersten Schwertransporter, über den Autobahnzubringer auf die A3 wieder zu gelangen. Auch hier mussten von der Autobahnmeisterei die komplette Fahrtrichtung nach Passau für mehr als eine Stunde gesperrt werden. Nachdem anschließend der Rückstau von der Polizei durch kurzes öffnen der Totalsperre wieder minimiert werden konnte, war anschließend auch der zweite Schwertransporter an der Reihe wieder auf die A3 zu manövrieren. Gegen 3 Uhr Nachts konnte die Fahrt der beiden Schwertransporter dann schließlich in Richtung Landshut, wo das Ziel ein neuer Windpark ist, fortgesetzt werden.

Die beiden festgefahrenen Schwertransporter in Regensburg können noch in dieser Nacht, von Dienstag auf Mittwoch weiterfahren, wie die Verkehrspolizeiinspektion erklärt. Geplant ist, dass die beiden 50 Meter langen Fahrzeuge, die Turmteile für Windräder geladen haben, ihre Standorte in der Max-Planck-Straße und dem Franz-Josef-Strauß-Ring in dieser Nacht verlassen. Dort stehen sie seit Freitagnacht. Wenn alles klappt, könnte es an diesem Dienstag ab 22 Uhr losgehen.

Letztendlich sollen die Gefährte wieder bei Regensburg-Ost auf die A3 einfahren. Damit dies möglich ist, müssen die beiden Giganten zum Teil rückwärts rangieren und in verschiedenen Bereichen auch auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Die Autofahrer müssen sich auf kürzere Sperrung in diesem Bereich einrichten. Umleitungen sind gemäß der Polizei hier aber nicht nötig. Die Behinderungen werden nur wenige Minuten dauern. Wo die Sperrungen eingerichtet werden ist noch nicht klar.

Am Freitag, den 03.11.2018, war es zu Problemen gekommen, weil die beiden Fahrzeuge die ursprünglich geplanten und genehmigten Strecken nicht passieren konnten. Wegen der Brückenbaustelle auf der A3 bei Burgweinting müssen solche Transporte momentan die Autobahn verlassen und können erst später wieder auffahren.

Einer der Transporter schaffte es in der Nacht von Freitag auf Samstag nach über einstündigem Rangieren nicht, an der Kreuzung Max-Plank-Straße/Leibnitzstraße abzubiegen. Er wurde in der Max-Plank-Straße abgestellt und die Stadt Regensburg wurde verständigt, dass ein Fahrstreifen gesperrt werden muss. Das andere Gespann schaffte gerade noch die Ausfahrt der Autobahn bei Burgweinting und fuhr in die Franz-Josef-Strauß-Allee ein. Wegen der Länge des Transporters war aber zunächst nicht an ein weiteres Rangieren zu denken - das Gespann wurde deshalb in der Franz-Josef-Strauß-Allee abgestellt.


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